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          Da aktuell nicht mehr mit Körperkontakt bzw. nur noch bei medizinisch dringend notwendigen Behandlungen oder Überweisung vom Arzt gearbeitet werden darf, betrifft der finanzielle Verlust wohl den Großteil unserer Mitglieder. Damit ihr die richtigen Soforthilfen für euer Bundesland und die wichtigsten Infos dazu findet, haben wir für euch in einer Übersicht pro Bundesland ausgearbeitet und werden diese nun stetig erweitern und aktualisieren. Die Übersicht findet ihr >>hier<<

           

          Was ihr neben Sofort-Hilfen noch für eure Liquidität tun könnt (Steuerstunden, Grundsicherung, Kurzarbeit, etc.) und sonstige wirtschaftliche Themen, findet ihr hier. >>Klick<<

          Wir haben uns nochmal mit der zuständigen Stelle des Landes Baden-Württemberg in Verbindung gesetzt, nachdem uns einige Anfragen aufgrund der unpräzisen Formulierungen in den Auslegungshinweisen zur Corona Verordnung erreicht hatten. Auch wir konnten die Formulierungen nämlich nicht einwandfrei juristisch einordnen und so keine Empfehlung für eine Öffnung geben. Infolgedessen wurden die Auslegungshinweise nun vom Land angepasst.

          Die alte Formulierung war: "geöffnet bleiben dürfen - Mobile Dienstleister der Gesundheitswirtschaft." 

          Die neue Formulierung ist: "Dienstleister der Gesundheitswirtschaft (auch
          mobil) wie z.B. Massagepraxen mit Kassenzulassung sowie Physiotherapeuten, Heilpraktiker" 

          Da die meisten unserer Mitglieder keine Kassenzulassung haben, darf dieser Teil aktuell leider nicht arbeiten. Aber wenigstens gibt es nun etwas mehr Rechtssicherheit. Ob in Baden-Württemberg zusätzlich auch nur medizinisch notwendige Behandlungen durchgeführt werden dürfen, wurde bisher noch nicht präzisiert. Unsere Anfrage dazu blieb bisher unbeantwortet. Damit ist nun mit oben genannten außnahmen, lediglich noch die Gesundheitsberatung ohne Körperkontakt in Einzelsitzungen erlaubt. Bitte beachtet auch bei Einzelberatungen die erhöhten Anforderungen an die Hygiene.

          Einige Fragen erreichten uns zur Einordnung von Punkt 2.7. der Allgemeinverfügung zu Corona in Sachsen. Zu finden hier

          Nach Rücksprache und Recherche ist die Verordnung, im Bezug auf Arbeit mit Körperkontakt, nur so zu interpretieren, dass der Satz - "sowie der Besuch Angehöriger der Heil- und Gesundheitsfachberufe, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist" - keine Arbeitserlaubnis in Eigenregie darstellt. Eine medizinisch dringende Erforderlichkeit kann nur durch eine Diagnose festgestellt werden. Eine solche Diagnose kann juristisch gesehen nur durch einen Arzt erfolgen oder durch eine anderen Einrichtung welche medizinische Diagnosen stellen darf. Es darf also nur gearbeitet werden, wenn eine entsprechende Diagnose gestellt wurde bzw. eine entsprechende Überweisung von einem Arzt vorliegt. Ob beratende Leistungen im Einzelgespräch vor Ort (z.B. Gesundheitsberatung, Ernährungsberatung) erlaubt sind, ist weiterhin nicht eindeutig gesichert. In jedem Falle gelten die erhöhten hygienischen Anforderungen welche wir >>hier<< für euch zusammengestellt haben. Bitte geht nicht leichtgläubig davon aus, dass ihr arbeiten dürft, sondern informiert euch im Zweifel immer vorher beim örtlichen Gesundheitsamt oder der Ordnungsbehörde. Es drohen hohe Strafen.

          Nach der Ansprache von Bundeskanzlerin Merkel vom 22.03.2020 müssen Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege unverzüglich und für mindestens 2 Wochen schließen. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons, wie aus dem Beschluss von Bund und Ländern hervorgeht. Das Arbeiten in diesem Bereich ist unter Strafe untersagt. Lediglich medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben. Eine medizinische Notwendigkeit kann nur durch eine Diagnose festgestellt werden. Eine solche Diagnose kann juristisch gesehen nur durch einen Arzt erfolgen oder durch eine anderen Einrichtung welche medizinische Diagnosen stellen darf. Es darf also nur gearbeitet werden, wenn eine entsprechende Diagnose gestellt wurde bzw. eine Überweisung von einem Arzt vorliegt. Ob auch Beratungen wie Ernährungs- oder Gesundheitsberatung im Einzelgespräch ohne Körperkontakt deutschlandweit verboten sind, ist noch nicht klar. In jedem Falle können solche Dienstleistungen aber am Telefon oder per Internet erfolgen. Außerdem gelten immer die erhöhten hygienischen Anforderungen, welche wir >>hier<< für euch zusammengestellt haben. Bitte geht nicht leichtgläubig davon aus, dass ihr arbeiten dürft, sondern informiert euch im Zweifel immer vorher beim örtlichen Gesundheitsamt oder der Ordnungsbehörde. Es drohen hohe Strafen.

          Nach aktuellen Ankündigungen wurde in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Kontaktverbot erlassen. Damit werden alle Dienstleistungen die im Direktkontakt mit Menschen stattfinden verboten. Ausgenommen ist nur die Notfallversorgung. Damit müsste zumindest alles was mit "Körperkontakt" einhergeht verboten sein. Ob auch Gesundheitsberatung im Gespräch verboten sein wird, ist noch unklar.  Der entsprechende Erlass wurde noch nicht veröffentlicht.

        • Login vorübergehend nicht möglich.

          Der Login in den Mitgliederbereich wird gerade noch überarbeitet und ist daher vorübergehend nicht möglich. Bitte schaue im Laufe des Tages oder morgen nochmal vorbei.

Erfahrungsberichte 2

Erfahrungsberichte

Auf dem Weg zu einer legalen Ausübung meiner „Berufung“

Heiner Jochimsen

Entspannungsmassagen statt Kühe melken oder vom Landwirt zum Gesundheitsberater für Rücken, Füße und Gelenke. Ja, wie kommt ein gestandener Landwirt bloß zu diesem tollen Beruf? War es Zufall? Aber an so viele Zufälle mag ich nicht glauben. Es begann eigentlich ganz harmlos. Meine Frau hat mich vor 7 Jahren zu einem Reiki-Kurs mitgeschleppt, damals war es für mich nur Hokuspokus. Heute bin ich Reiki Meister. Es sollte aber noch eine Steigerung geben. Mich fragten Verwandte aus Niedersachsen, ob ich nicht Lust hätte mit ihnen in Kiel einen Grundkurs nach Dorn und Breuss mitzumachen. Von Dorn und Breuss hatte ich noch nie etwas gehört. Als man mir sagte, dass ein Bayer von einem natürlich Rückgrad e.V., uns in dem Kurs zeigen will, wie man zwei unterschiedlich lange Beine mit einer kleinen Übung auf gleiche Länge bringt, dachte ich an einen Spinner aus Bayern. Aus Neugierde habe ich mich angemeldet. Schon nach dem ersten Tag  war ich von diesen sanften Methoden total begeistert. Ich habe dann mit einem ziemlich schlechten Gewissen an den Leuten gearbeitet, die zu mir kamen. Ich war ja kein Therapeut und wollte auch keinen Ärger mit dem Gesundheitsamt oder gar mit Gerichten. Deswegen war ich auch einer der Ersten, der die Ausbildung zum Gesundheitsberater für Rücken Füße und Gelenke gemacht hat. So lernte ich mit 62 Jahren noch mal Berufskunde, Recht, Hygiene, Entspannungsmassage, Fußzonenmassage, Dorn- und Breußmassage, Selbsthilfeübungen und einiges mehr. Was sich daraus bisher entwickelt hat, ist heute noch ein Traum für mich. Da kommen doch Leute zu einer Entspannungsmassage, die mehrere Autostunden auf sich nehmen und mit strahlenden Augen den Rückweg antreten. Ich habe mich dann auch bei meinem Gesundheitsamt gemeldet und die hatten nichts gegen meine Tätigkeit zur Gesundheitsförderung. Eine Kundin ist Vorsitzende von einem Landfrauenverein und sie fragte, ob ich in ihrem Verein etwas über diese sanften Methoden erzählen kann. Damit hatte ich wohl eine Lawine losgetreten, denn fast alle Vereine im Kreisgebiet wollten diesen Vortrag nun auch hören. Daraufhin kamen viele Frauen zu den Entspannungsmassagen und bald kamen auch ihre Männer zu mir. Jetzt bin ich als Rentner an meine Leistungsgrenzen gestoßen und freue mich, dass meine Tochter Rita, meine Schwiegertochter Regina und meine Lebensgefährtin Siegried auch die Ausbildung bei natürlich Rückgrad gemacht haben. Ja, so kann es einem Landwirt ergehen, der zu einer Ausbildung reist um etwas ganz „Neues“ zu lernen. Heiner Jochimsen, Gesundheitsberater für Rücken, Füße und Gelenke:

Rosemarie Roth

Mein Weg zur Selbstständigkeit als Gesundheitsberaterin für Rücken, Füße und Gelenke führte über mehrere stufen. Zuerst bis zur Selbstständigkeit als Freiberuflerin. Alles begann mit einem Dorn-Breuss-Grundkurs. Der Kurs hat mich auf Anhieb von der Wirksamkeit und Einfachheit dieser Methode überzeugt. Ich konnte die erworbenen Kenntnisse an meinen Kolleginnen aus der Sozialstation oft genug in die Tat umsetzen. Diese Möglichkeit nutzten sie gerne und freuten sich über die rasche Hilfe. Dann nahm ich bei natürlich Rückgrad e.V. an der Ausbildung zum Gesundheitsberater für Rücken, Füße und Gelenke teil. Ich wurde durch eine Heilpraktikerin auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Nun hatte ich das Rüstzeug, um mein Können etwas ganzheitlicher und professioneller an den Mann zu bringen. Statt die Personen wie bisher in unserem großen Badezimmer zu versorgen, diente ab jetzt ein umgestalteter Kellerraum dazu. Zwischendurch suchte ich Kontakt zu anderen Dorn-Leuten und war auch einige Male bei Fortbildungen mit Dieter Dorn. Nebenbei vergrößerte sich die Zahl meiner Kunden so rasant, dass die Halbtagsbeschäftigung in der häuslichen Krankenpflege, häufige Fortbildungen von Berufswegen, ab und an Wochenenddienste, meine Familie und der Haushalt mein Zeitgefüge ganz schön durcheinander brachten. Nachmittags fanden zusätzlich ein bis zwei Dornanwendungen statt. Meine Familie (und ich) wollten den Zustand irgendwann nicht länger hinnehmen und so lief alles auf eine Entscheidung zwischen Beruf oder Selbstständigkeit als Gesundheitsberaterin hinaus. Seitdem gibt es in Leutenbach „Rosi’s Rückenstudio“. Ganz so einfach wie es hier zu lesen ist, war es natürlich nicht, denn davor hatte ich noch einige Hürden zu nehmen (vor allem bürokratische!!). Natürlich Rückgrad hat mich jedoch sehr unterstützt. Es wird gehen, sagte er, und es ging auch! Meine Empfehlung: Wer spürt, dass er „fühlende“ Finger besitzt und die Begeisterung für die Dorn-Methode groß genug ist, um sich täglich damit zu beschäftigen, der sollte die anfänglichen Mühen, die Unsicherheit und Bürokratie nicht scheuen und sich als Gesundheitsberater selbstständig machen.

Auf dem Weg zum eigenen Studio war im Vorfeld aber noch einiges zu tun:

  • Unterlagen schicken lassen
  • Von IHK (kostenlose Broschüren / Infomaterial für Existenzgründer
  • Existenzgründerstammtisch besuchen
  • Mit Steuerberater sprechen, Informationen einholen
  • Gründungskonzept verfassen (Geschäftsidee)
  • Durchsicht und Stellungnahme vom Steuerberater und natürlich RückGrad e.V. einholen
  • Meine Tätigkeit beim Gesundheitsamt bekanntgeben
  • Die Gewerbeanmeldung vornehmen.
  • Das Finanzamtsschreiben beantworten
  • Meine Rentenversicherung klären
  • Mich entscheiden für eine Krankenversicherung – Privat oder freiwillig gesetzlich.
  • Meine Berufshaftpflichtversicherung abschließen
  • Ein Werbe- und Marketingkonzept erarbeiten

Rosemarie Roth, Gesundheitsberaterin für Rücken, Füße und Gelenke

 

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