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Im Rahmen der Corona-Pandemie wurden Förderungen und Wirtschaftshilfen beschlossen. Alle Infos dazu aktualisieren wir hier für dich: >> klick hier <<

2 – Corona Finanzen, Wirtschaft & Hilfe

Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus, Verlängerung der Hilfen bis 31.12.2021. Außerdem, wenn auf dich weder Neustarthilfe noch Überbrückungshilfe anwendbar ist, dann kannst du eventuell Härtefallhilfe beantragen. Nähere Infos zu allen Themen weiter unten. 

 

Klick hier für Infos zu Lockdown, Lockerungen und zu Arbeitsbeschränkungen.

Förderung und Wirtschaftshilfen zum aktuellen Lockdown

Wir geben dir hier einen Überblick und Erklärungen zu den Wirtschaftshilfen während der Corona-Pandemie.

Die Überbrückungshilfen III und Neustarthilfen wurde bis 30.09.2021 verlängert und erweitert. Alles Infos weiter unten.

Kurztipps

Was kann ich in dieser Zeit erledigen und wie gehe ich mit Terminen um? Hier tragen wir ein paar hilfreiche Tipps für dein Unternehmen zusammen.

  • Termine verschieben und nicht absagen. Verschiebe Termine am besten so oft, bis es Öffnungsperspektiven gibt und verschiebe Termine lieber im Zweifel erneut, als den Termin abzusagen. Einen abgesagten Termin bekommst du schwerer zurück als einen verschobenen Termin. Außerdem bleibst du so in Kontakt mit deinen Klienten. Wenn es Öffnungen gibt, dann ruf deine Klienten an und lade Sie ein.
  • Rufe deine Klienten an. Du hast etwas Zeit übrig, weil Termine abgesagt wurden oder du deinen Betrieb geschlossen hast? Dann rufe doch mal deine Klienten an und Frage wie es Ihnen geht. Das schafft Kundenbindung und hilft z.B. gegen Einsamkeit.
  • Kümmer dich um deine Steuern. Wenn du Zeit übrig hast, ist es vielleicht auch gut dich um deine Steuern zu kümmern. 

Du willst noch mehr darüber wissen, wie du die Corona-Zwangspausen sinnvoll nutzen kannst? >>Dann klick hier<< 

coronavirus, covid-19, pandemic
Inhaltsverzeichnis
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    Steuerliche Behandlung von Soforthilfen und Zuschüssen

    Die Corona-Hilfen (Soforthilfe, Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Neustarthilfe, etc.…) gelten als Zuschüsse aus öffentlichen Kassen. Sie sind somit nicht von der steuer befreit und gelten als Betriebseinnahme. Wer eine Buchhaltung mit Sachkontenrahmen führt, kann die Einnahmen unter sonstige Erträge unregelmäßig (SKR03: 2709 / SKR04: 4839) erfassen. 

    Natürlich wirkt sich die Steuer nicht sofort aus, sondern erst, wenn du deine Jahressteuererklärung beim Finanzamt einreichst und auch nur dann, wenn du insgesamt Gewinn erwirtschaftet hast. Du kannst die Zuschüsse für deine Einnahmen so betrachten, wie wenn du in Höhe der Zuschüsse eine Rechnung an einen Kunden geschrieben hättest. Anders ist es bei der Umsatzsteuer.

    Aber wie verhält es sich dann mit der Umsatzsteuer?

    Kurz gesagt, die Umsatzsteuer spielt bei den Zuschüssen keine Rolle. Weder musst du Umsatzsteuer auf die Zuschüsse berechnen oder abführen, noch musst du diese auf die Freigrenze für deine Kleinunternehmerregelung anrechnen. Der Grund dafür ist, dass die Umsatzbesteuerung einer Lieferung oder sonstigen Leistung einen Leistungsaustausch voraussetzt. Also z.B. wird Geld gegen Beratung oder Behandlung getauscht. Die Zuschüsse / Soforthilfen haben dagegen einem politischen, strukturellen Grund, nämlich der Unterstützung der Zahlungsempfänger dabei, dass diese Ihre Tätigkeit weiter ausüben können. Die notwendige Verknüpfung zwischen Leistung und Zuschusszahlung ist somit nicht gegeben. Deswegen sind auf “Umsätze” aus Zuschusszahlungen keine Umsatzsteuerregelungen anzuwenden. Fassen wir zusammen:

    1. Zuschüsse / Soforthilfen sind als netto Betriebseinnahmen zu erfassen und genau wie Einnahmen zu versteuern
    2. Zuschüsse / Soforthilfen unterliegen nicht der Umsatzsteuer, sie sind also weder in der Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Umsatzsteuer-Jahreserklärungen anzugeben
    3. Wenn du Kleinunternehmer bist, bleiben die Zuschüsse / Soforthilfen für deine jährliche Freigrenze (§19 Abs. 1 UStG) von 22.000 € außer Ansatz
    Auf diese und weitere Fragen geht das Bundesfinanzministerium auch in seinen FAQ ein, welches ihr >> hier findet. <<

    Neustarthilfe (Plus) & Überbrückungshilfe III (Plus)

    Die Überbrückungshilfe III für Soloselbstständige und Unternehmen wird bis zum 31.12.2021 weiterhin als Überbrückungshilfe III Plus verlängert. Auch die Neustarthilfe wird weiterhin als Neustarthilfe Plus bis zum 31.12.2021 weitergeführt und gilt für die Monate ab Juli bis Dezember mit maximal. 1500 € pro Monat.

    Für den Förderzeitraum von Juli bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 9000 EUR bekommen.
    Die Förderbedingungen / -vorraussetzungen bleiben bei Überbrückungshilfe und Neustarthilfe gleich. Wenn du keinen Anspruch auf eine der Hilfen hast, dann kommst du eventuell für eine Härtefallhilfe infrage. Schaue dazu hier. 

    Auch in der Überbrückungshilfe III Plus sind nur Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes beantragt.

    Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten wie Miete, Kreditraten, Aufwendungen zur Bewältigung der Krise, usw. bezuschusst. Da man die Überbrückungshilfe nicht selber beantragen kann, sondern diese  durch einen berechtigten Dritten (z.B.: Anwalt, Steuerberater) für jeden Einzelfall gestellt und geprüft werden muss, gehen wir hier nicht ausführlich auf die Details zur Überbrückungshilfe III ein. Genaue Daten zur möglichen Höhe und Förderfähigkeit muss also z.B. der Steuerberater für jeden Einzelfall prüfen. Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe III findest du aber auf folgender Seite gut zusammengefasst.   >> klick hier << 

    Ein Teil der Überbrückungshilfe III ist jedoch die Neustarthilfe Plus, welche auch ohne Steuerberater beantragt werden kann. Auf diese gehen wir weiter unten ausführlicher ein.

    Allgemeine Informationen zur Überbrückungshilfe III (Plus)

    Die Überbrückungshilfe selbst unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro, die  im Zeitraum von November 2020 bis September 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 verzeichnen können. Es soll sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse handeln, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Überbrückungshilfe III deckt den Zeitraum von November 2020 (November und Dezember nur, wenn keine Novemberhilfe/Dezemberhilfe beantragt wurde) bis Ende September 2021.  Verbesserungen gibt es bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich. Die Anträge können ab sofort bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden.

    Anträge für die Überbrückungshilfe II und III können jedoch nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer sowie Rechtsanwälte gestellt werden. (Die hierfür anfallenden Kosten werden im Rahmen der Überbrückungshilfe anteilig erstattet.)

    Neustarthilfe (Plus) – Besondere Unterstützung für Soloselbständige

    Im Rahmen der Überbrückungshilfe 3 (plus) wurde auch die Neustarthilfe (Plus) beschlossen. Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige in allen Wirtschaftszweigen finanziell unterstützt, die im Zeitraum Januar bis Dezember 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher wenig bringt.

    Die Auszahlung der Neustarthilfe soll in der Regel wenige Tage nach Antragstellung erfolgen.

    Anträge können einmalig oder geändert bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden

    Betroffene können eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 12.000 €  für den Zeitraum bis Ende Dezember 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten. Damit können die Soloselbständigen, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen müssen, einmalig bis zu 50 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen.

    Es soll sich um einen unbürokratischen und schnellen Zuschuss handeln.

    Antragsberechtigte

    Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können, die ihr Einkommen im Referenzzeitraum 2019 zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben, die weniger als einen Vollzeitangestellten haben und bei einem deutschen Finanzamt gemeldet sind, sowie ihre selbständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. Mai 2020 aufgenommen haben.

    Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während der Laufzeit z.B. Januar 2021 bis September 2021 im Vergleich zu einem Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

    Höhe der Neustarthilfe

    Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 € (1.250 € pro Monat) für die Monate Januar bis Juni 2021 und 9000 € (1500 € pro Monat) für die Monate Juli bis Dezember 2021. Zusammen also maximal 16.500 €.

    Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (ReferenzMonatsUmsatz). Der Referenzumsatz ist dann der Referenzmonatsumsatz multipliziert mit der Anzahl der Fördermonate (Also z. B. der ReferenzMonatsUmsatz aus 2019 multipliziert mit 9, bei einer beantragten Förderung von 9 Monaten – Januar bis September 2021). 

    Den Referenzumsatz berechnet man, indem man den Jahresumsatz des Jahres 2019 durch die 12 Monate teilt (=ReferenzMonatsUmsatz) und anschließend mit Anzahl der beantragten Fördermonate multipliziert. Bei einer beantragten Förderung von 9 Monaten – Januar bis September 2021 – ginge die Rechnung also so :

    Referenzumsatz = (Jahresumsatz 2019 / 12) x 9

    Die Neustarthilfe entspricht 50 % des Referenzumsatzes und wird damit wie folgt berechnet:

    Max. Neustarthilfe = Referenzumsatz / 2

    Rechen-Beispiele:

    Jahresumsatz 2019

    Referenzumsatz (bei 9 Fördermonaten in 21)

    Anspruch auf Neustarthilfe bis Sep. 21 (max. 12.000 €)

    35.000 €

    (35.000 € / 12) x 9 = 26.250 €

    26250 € / 2 = 13.125 € wäre die Höhe der Neustarthilfe, aber gedeckelt deswegen 12.000 € Maximum

    ab 32.000 €

    (32.000 € / 12 ) x 9 = 24.000 € 

    24.000 € / 2 = 12.000 € wäre die Höhe der Neustarthilfe, genau das Maximum.

    20.000 €

    (20.000 € / 12) x 9 = 15.000 €

    15.000 € /2 = 7.500 € wäre die Höhe der Neustarthilfe

    10.000 €

    (10.000 €/ 12) x 9 = 7500 € 

    7.500 € / 2  = 3750 € wäre die Höhe der Neustarthilfe.

    5.000 €

    (5.000 € / 12) x 9 = 3.750 €

    3.750 / 2 = 1875 €  Euro wäre die Höhe der Neustarthilfe.

    Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 1. Januar 2019 begonnen haben und daher keinen vollständigen Jahresumsatz für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder die restlichen Monate aus 2019 nutzen (z.B. bei Aufnahme der Tätigkeit am 01. April 2019: Referenzumsatz = (Jahresumsatz 2019 / 9 Monate) * 6) den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1. Juli bis 30. September 2020) wählen.

    Anrechnung der Neustarthilfe auf Sozialleistungen

    Auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.

    Form der Auszahlung

    Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.

    Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes aus 2019 liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

    Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder darüber, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. 

    Bei IST-Versteuerung ist der Eingang des Geldes als Zeitpunkt des Umsatzes zu betrachten. Wer also für seine erbrachten Leistungen z.B. aus dem März, erst im Oktober die Bezahlung erhält, der muss diese Umsätze eventuell nicht für die Endabrechnung mit angeben.  

    Die Begünstigten müssen nach Ablauf des Förderzeitraums eine Endabrechnung durch Selbstprüfung erstellen. Der Bewilligungsstelle sind anfallende Rückzahlungen bis zum 31. Dezember 2021 unaufgefordert mitzuteilen und zu überweisen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden Nachprüfungen statt.

    Zeitpunkt der Antragstellung

    Soloselbständige, die ihre Umsätze als Freiberufler/innen oder Gewerbetreibende erzielen, können die einmalige Neustarthilfe als natürliche Person im eigenen Namen ab sofort direkt stellen. Dazu wird das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat benötigt. Wenn du noch kein Elster-Zertifikat hast, kannst du dieses hier beantragen. >>zur Beantragung eines Elster Zertifikats<<

    Bitte beachtet, dass nur ein Antrag gestellt werden kann! Achte also darauf, dass dieser vollständig ist.

    Den Antrag kannst du unter folgendem Link stellen. >> klick hier <<

    Ausführlichere Informationen sowie Fragen und Antworten findest du mit >> klick hier. << 

    Härtefallhilfen, wenn sonst kein Hilfsprogramm auf dich zutrifft.

    Wenn du finanzielle Unterstützung brauchst, aber du die Förderbedingungen der Bundesprogramme (Neustarthilfe (plus), November-, Dezemberhilfen, Überbrückungshilfe III (plus)) nicht erfüllst, dann gibt es noch die Härtefallhilfen.   

    Für eine Antragsberechtigung muss zunächst:

    1. eine coronabedingte besondere Härte vorliegen. Diese liegt insbesondere vor, wenn Unternehmen außerordentliche Belastungen zu tragen haben, die absehbar ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen. Die Entscheidung, ob eine solche Härte vorliegt, treffen die Länder in eigener Regie / im eigenen Ermessen unter Billigkeitsgesichtspunkten.

    und

    2. in einem Antragszeitraum zwischen November 2020 und September 2021 kein Anspruch auf andere bestehende Programme des Landes oder des Bundes (insbesondere kein Anspruch auf Überbrückungshilfe I-III; November/ Dezember- und Neustarthilfe) bestanden haben oder bestehen.

    Wenn du z.B. die November- und Dezemberhilfen Ende 2020 beantragen konntest, aber für Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III in 2021 nicht förderfähig warst, dann könntest du ggf. für die Monate Januar bis September 2021 Härtefallhilfen in deinem Bundesland beantragen. Nicht aber für die Monate November und Dezember in 2020.
    Wenn du bisher für kein Förderprogramm in Frage gekommen bist, dann kannst du eventuell sogar für den gesamten Zeitraum November 2020 – September 2021 eine Förderung beantragen.

    Typische Fälle für die Härtefallhilfen der Länder sind z.B. :

    • Die Umsätze aus dem Vergleichszeitraum für die Hilfen passt nicht / ist zu gering, weil z.B. Ereignisse diese beeinflusst haben.
    • 30% Umsatzeinbruch aus der Überbrückungshilfe III wird nicht erreicht
    • Haupterwerbskriterium nicht erfüllt
    • Abweichen des Zugangs von Umsatzerlösen
    • Gründung nach den für die bisherigen Hilfen vorgesehenen Gründungsdatum
    • Nebenerwerbs-Selbständige mit hohen Ausgaben
    • Selbständige mit hohen Umsatzrückgängen ohne Anspruch auf Neustarthilfe

    Die genauen Regelungen sind pro Bundesland sehr unterschiedlich und man benötigt (außer für Soloselbständige in Hamburg) einen prüfenden Dritten für die Beantragung. Ein prüfender Dritter ist z.B. ein Anwalt oder ein Steuerberater, der den Sachverhalt mit dir zusammen prüft und gegenüber der Antragsstelle bestätigt.

    Alle Infos zur Härtefallhilfe und zur Beantragung in deinem Bundesland, findest du unter: www.haertefallhilfen.de

    November- / Dezemberhilfe 2020 Erstattung der Umsatzausfälle

    !!!Verlängerung Novemberhilfen beschlossen!!! Nach langem hin und her, sah es langes so aus, als würden die außerordentlichen Wirtschaftshilfen nicht bis in den Dezember hinein verlängert werden. Letztlich wurde am Freitag dem 27.11 doch verkündet, dass die Wirtschaftshilfen bis Ende Dezember verlängert werden. Die Voraussetzungen sind die gleichen wie im November. Aktuelle Infos dazu auf der Seite der Bundesregierung.

    Die Beantragung ist seit 25.11.2020 möglich. Soloselbstständige können bis zu einem Förderhöchstbetrag von netto 5000,00 € auch ohne einen prüfenden Dritten (Steuerberater, etc.) gestellt werden, allerdings geht die Antragstellung ohne prüfenden Dritten nur unter folgenden Voraussetzungen:

    1. Zum Stichtag 29. Februar 2020 wurde weniger als ein Vollzeitmitarbeiter beschäftigt.
    2. Nur bis zum Förderhöchstsatz von 5000,00
    3. Nur, wenn bisher kein Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt wurde
    4. Der Direktantrag geht nur mit einem gültigen Elster-Zertifikat. Wenn du noch kein Elster-Zertifikat hast und deinen Antrag ohne einen Dritten wie einen Steuerberater stellen willst, dann solltest du dir schnellstmöglich unter folgendem Link ein Zertifikat erstellen: >>zur Beantragung eines Elster Zertifikats<<

    Wenn du die Anforderungen nicht erfüllst, dann musst du den Antrag über einen prüfenden Dritten, wie z.B. deinen Steuerberater stellen.

    Eine Anleitung dafür, wie die Antragstellung ohne Steuerberater (oder prüfenden Dritten) funktioniert, findest du >>mit klick hier<<

    Eine Anleitung dafür, wie die Antragstellung mit Steuerberater (oder prüfenden Dritten) funktioniert, findest du >>mit klick hier<<

    Alle aktuellen Infos und Antworten auf Fragen findest du mit >>klick hier<<

    Unternehmen, Freiberufler und Selbständige die von der erneuten Schließungen betroffen sind, erhalten einen Ausgleich auf Basis des netto Umsatzes (ohne Mehrwertsteuer) als pauschale Zahlung. Als Maßstab wird der durchschnittliche, netto Tagesumsatz aus dem Monat November und/oder Dezember 2019 herangezogen. Soloselbständige haben ein Wahlrecht bei der Umsatzberechnung und können stattdessen auch den durchschnittlichen,  Umsatz des gesamten Jahres 2019 heranziehen (Beispiel dazu weiter unten). Die Beantragung kann noch bis zum 30.04.2021 erfolgen. Die hilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

    • Bei Unternehmen bis 50 Mitarbeitern soll der Ausgleich 75 % des Umsatzes betragen

    Wenn du dein Unternehmen nach dem November 2019 gegründet hast bzw. im November 2019 noch keinen Umsatz hattest, dann gelten für dich die Umsätze aus dem Monat Oktober 2020 oder die Durchschnittsumsätze insgesamt in 2020 als Bezugsgröße.

    Was ist der Unterschied zur Soforthilfe, welche am Beginn von Corona gezahlt wurde?

    Der große Unterschied liegt in der Berechnung. Während die Soforthilfe damals anhand deiner geschäftlichen Ausgaben berechnet wurde und somit besonders Soloselbstständige mit geringen Ausgaben/Fixkosten benachteiligt waren, soll die außerordentliche Wirtschaftshilfe genau diese Gruppe nun auch Unterstützen. Deswegen erfolgt die Berechnung diesmal anhand des Umsatzes und nicht anhand der Ausgaben / Fixkosten. Wenn man antragsberechtigt ist und die Umsätze richtig berechnet hat, muss man die außerordentliche Wirtschaftshilfe auch nicht zurückzahlen. 

    Voraussetzung für den Antrag auf außerordentliche Wirtschaftshilfe ist, dass dir aufgrund staatlicher Anordnung das Geschäft untersagt wird beziehungsweise aufgrund bereits bestehender Anordnung bereits untersagt ist. Auch Antragsberechtigt sind indirekt betroffene Unternehmen. Nach aktuellem Stand gelten die folgenden Voraussetzungen für direkt bzw. indirekt betroffene Unternehmen.

    • Direkt betroffen sind alle, die im Zuge des am 02.11.2020 angeordneten Lockdowns den Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
    • Indirekt betroffen sind Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 % ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielen. 

    Außerdem, sofern du keine Angestellten hast, musst du dein Geschäft entweder im Haupterwerb betreiben, dafür müssen im Jahr 2019  mindestens 51 Prozent der Einkünfte aus der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielt worden sein oder du beschäftigst zumindest eine Teilzeitkraft (dazu zählt alles, was weniger als eine Vollzeitkraft ist), dann kannst du den Antrag auch im Nebenerwerb stellen. 

    Die Auszahlung der Wirtschaftshilfe soll nach vereinfachtem Antrag über die Plattform der Überbrückungshilfe als einmalige Pauschale erfolgen. Soloselbstständige und Freiberufler können bis zu einem Betrag von 5000 € (netto ohne Umsatzsteuer) den Antrag selbst einreichen. Bei Beträgen über 5000 € müssen die Anträge durch Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer gestellt werden. Seit 25.11.2020 ist die Antragstellung auf der Plattform der Überbrückungshilfe möglich.   >> hier geht zur Plattform der Überbrückungshilfe<<..

    Was ist, wenn ich trotzdem Umsatz im November/Dezember habe?

    Wenn du im November/Dezember trotz Schließung Umsatz hast, weil du z.B. nun vermehrt Coachings und Beratungen anbietest oder dir ein anderes geniales Konzept eingefallen ist, mit dem du ein paar Einnahmen generieren kannst, dann darfst du deine Umsätze bis zu einer Höhe von 25 % des Bezugsumsatzes des Vorjahres behalten. Danach werden die Einnahmen eins zu eins von der außerordentlichen Wirtschaftshilfe abgezogen.

    Kleines, vereinfachtes Beispiel zur Veranschaulichung: Du hast die Wirtschaftshilfe beantragt und im November 2019, sagen wir der Einfachheit halber, netto 1000,00 € Umsatz erzielt. Dann würden 75 % des Umsatzes einer Wirtschaftshilfe von ca. 750,00 € entsprechen, solange du nicht mehr als 250 € (also 25 % von 1000 €) im November 2020 einnimmst. In der nachfolgenden Tabelle kannst du sehen, wie sich verschiedene Einnahmen in diesem Beispiel auswirken würden. Wenn du z.B. 2000 € im November 2019 verdient hast, dann müsstest du die Werte im Beispiel verdoppeln, bei 3000 € verdreifachen usw. 

    Dein Umsatz im November 2020 Höhe der Wirtschafshilfe bei beispielhaftem Umsatz von 1000 € im November 2019
    0 € 750,00 €
    250 € 750 €
    251,00 € 749 €
    600 € 400 €
    1000 € 0 €

    Wie ist es, wenn ich aus irgendeinem Grund im November 2019 weniger Umsatz als sonst im Jahr 2019 hatte?

    Wenn du soloselbständig bist und im November/Dezember 2019 weniger Umsatz als im Jahresdurchschnitt hattest, weil du z.B. im Urlaub warst oder aus sonst irgendeinem Grund, dann gibt es gute Nachrichten für dich. Du kannst auch den durchschnittlichen Umsatz aus dem gesamten Jahr 2019 als Grundlage für die Berechnung nehmen. Wie das geht, zeigen wir dir in folgendem Beispiel.

    Berechnungsbeispiel

    Du hast im Jahr 2019 netto genau 30.000 € Umsatz (Umsatz sind alle Einnahmen ohne den Abzug der Ausgaben) erzielt. Weil du ganz zufrieden warst, hast du dir im November 2019 z.B. eine kleine Reise gegönnt und warst eine Weile weg. Weil du soloselbstständig bist, musstest du natürlich dein Geschäft in der Zeit schließen. Deswegen hattest du im Monat November 2019 nur netto 1000 € Umsatz. Für die Berechnung deines Anspruches auf außerordentliche Wirtschaftshilfen ist das nun nachteilig. Bei netto 1000 € Umsatz aus dem November 2019, würde das bei 75 % Wirtschaftshilfe nur ca. 750 € für den November 2020 bedeuten, obwohl dein durchschnittlicher Umsatz im Jahr 2019 bei 2500 € im Monat lag (30.000 € geteilt durch 12) und der November 2019 somit nicht deine eigentliche Wirtschaftsleistung widerspiegelt. Um sich derartigen Problemen anzunähern, darfst du als Soloselbstständiger auch den durchschnittlichen Umsatz des gesamten Jahres 2019 zur Berechnung heranziehen. Du hast dabei ein freies Wahlrecht und musst deine Entscheidung nicht begründen. Vielleicht sind dir einfach nur die Kunden im November 2019 ausgeblieben oder du hast 50 % Rabattkarten verteilt. Es ist völlig egal wieso und es will auch keiner von dir wissen, aus welchem Grund du dich für eine Berechnungsgrundlage entscheidest. Deswegen ist es clever, wenn du beide Varianten berechnest und dich dann für die bessere entscheidest.

    In unserem Beispiel wissen wir, dass im November 2019 nur netto 1000 € umgesetzt wurden im gesamten Jahr 2019 aber netto 30.000 €. Jetzt müssen wir das in Tagesumsätze umrechnen.

    Beispielberechnung des Umsatzes anhand des Novembers 2019: 

    Der November 2019 hatte wie immer 30 Tage, in denen wir im Beispiel netto 1000 € Umsatz erzielt haben. Wir müssen nun die 1000 € Umsatz aus dem Beispiel durch 30 teilen und erhalten so einen durchschnittlichen Tagesumsatz von 33,33 €. Für jeden Tag, an dem wir im November 2020 wegen den Corona-Verordnungen schließen mussten, also in der Regel vom 02.11 – 30.11, erhalten wir nun 75 % dieses Tagesumsatzes ersetzt.  Das entspricht in diesem vereinfachten Beispiel einer Wirtschaftshilfe von 25 € je Tag der Schließung im November. Das wären also bei einer Schließung vom 02.11 bis 30.11 genau 29 Tage und damit eine beantragbare, außerordentliche Wirtschaftshilfe in Höhe von 725,00 € (25 € x 29). Die Gleiche Rechnung müssten man dann nochmal für den Dezember erstellen.

    Beispielberechnung des Umsatzes anhand des ganzen Jahres 2019: 

    Das Jahr 2019 hatte insgesamt 365 Tage, in denen wir im Beispiel netto 30.000 € Umsatz erzielt haben. Wir müssen nun die 30.000 € Umsatz aus dem Beispiel durch 365 teilen und erhalten so einen durchschnittlichen Tagesumsatz von 82,19 €. Für jeden Tag, an dem wir im November 2020 wegen den Corona-Verordnungen schließen mussten, also in der Regel vom 02.11 – 30.11, erhalten wir nun 75 % dieses Tagesumsatzes ersetzt.  Das entspricht in diesem vereinfachten Beispiel einer Wirtschaftshilfe von 61,64 € je Tag der Schließung im November. Das wären also bei einer Schließung vom 02.11 bis 30.11 genau 29 Tage und damit eine beantragbare, außerordentliche Wirtschaftshilfe in Höhe von 1787,67 € (61,61 € x 29). Die Gleiche Rechnung gilt dann auch weiter für den Dezember.

    In unserem Beispiel ist klar, dass man sich für die Berechnung anhand des Jahresumsatzes entscheidet. Du kannst das nun mit deinen eigenen Zahlen berechnen und dann das Bessere auswählen. 

    Was bedeutet Soloselbstständigkeit und Haupterwerb überhaupt?

    Als Soloselbständige gelten im Rahmen der November- /Dezemberhilfe Antragsteller, die zum Stichtag 29. Februar 2020 weniger als einen Vollzeitmitarbeiter beschäftigten. Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe ohne Beschäftigte sind dann antragsberechtigt, wenn sie die Summe ihrer Einkünfte im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielt haben. Soloselbständige mit Teilzeitbeschäftigten (also insgesamt weniger als einem Vollzeitmitarbeiter) sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Nebenerwerb tätig sind. 

    Einige weitere Erläuterungen zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe findest du auch direkt auf der Internetseite für die Novemberhilfen >>mit Klick hier<<

    Eine Übersicht über alle aktuellen Hilfen findest du auf der Seite des Bundesfinanzministeriums: >>mit klick hier<<

    Überbrückungshilfe II - Sep - Dez 2020

    Über die Überbrückungshilfe der ersten Phase haben wir bereits berichtet, diese kann nun nicht mehr beantragt werden und sie wird durch die zweite Phase, sprich Überbrückungshilfe II, abgelöst. Mit der zweiten Phase werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderungen ausgeweitet.  Die Überbrückungshilfe dient in erster Linie dazu, laufende Kosten (Fixkosten) zu bestreiten, wenn durch Corona die Einnahmen Ausbleiben.

    Über die oben genannte, umsatzorientierte Wirtschaftshilfe für November und Dezember hinaus, gilt die Überbrückungshilfe II für deine Fixkosten in den Monaten September bis Dezember 2020 und wurde nochmals für besonders betroffenen Wirtschaftsbereiche verbessert. 

    Das Wichtigste im Überblick

    • Nicht antragsberechtigt sind Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb! Das gilt nicht, sofern du mindestens einen Angestellten hast, egal ob Voll-, Teilzeit oder Minijob.
    • Auch wenn du bereits Soforthilfe und Überbrückungshilfe der Phase 1 erhalten hast, bist du für die Überbrückungshilfe 2 voll Antragsberechtigt.
    • Beantragst du sowohl die Wirtschaftshilfe für November als auch Überbrückungshilfe II, werden diese ggf. anteilig verrechnet.
    • Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem Umsatzrückgang im  Vergleich zum Vorjahr.
    • Erstattet werden Fixkosten wie z.B. Mieten, Finanzierungskosten, Kosten für Auszubildende, Grundsteuern, sonstige  regelmäßige Ausgaben und teilweise auch Aufwendungen für Personal, welches nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann. In Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen kann auch ein fiktiver Unternehmerlohn in die Fixkosten einberechnet werden, das ist sozusagen ein fiktiv, angenommenes Gehalt für den Selbstständigen. Näheres dazu weiter unten.
    • Der Antrag für Erstattungen für die Monate September bis Dezember 2020 muss bis 31.01.2021 gestellt werden.
    • Die maximale Förderhöhe liegt bei 50.000 € im Monat
    • Antragsberechtigt sind auch Soloselbständige und Freiberufler, ebenso gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen, deren Betrieb infolge der Corona-Pandemie erheblich eingeschränkt wurde.
    • Die Antragstellung muss über einen prüfenden Dritten, also Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer, erfolgen. Demnach ist es sinnvoll, gleich auf den Steuerberater des Vertrauens zuzugehen und alles Wichtige im Vorfeld abzuklären. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden mit der Überbrückungshilfe zum gleichen Satz erstattet wie die anderen Fixkosten, sofern die berechneten Kosten des Steuerberaters nicht übertrieben sind.

    Wie berechnet sich die Höhe der Überbrückungshilfe II?

    Wie hoch der Ausgleich durch die Überbrückungshilfe II sein kann, kommt auf die Höhe deiner Fixkosten und deinen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr an. Für die Monate September bis Dezember kannst du insgesamt bis zu 200.000 Euro erhalten, also 50.000 € im Monat. Eine Deckelung für kleiner Unternehmen, wie wir sie in der Überbrückungshilfe 1 beschrieben hatten, gibt es nun nicht mehr.

    Übrigens sollen mit der neuen Überbrückungshilfe auch Maßnahmen gefördert werden, die einer zeitweise, örtliche Verlagerung des Geschäftsbetriebes in einen Bereich mit weniger Ansteckungsrisiko fördern. Als Beispiel wird hier z.B. die Förderung der Anschaffung von Zelten oder Wärmestrahlern bei Gastronomen angeführt.

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

    Voraussetzungen der Überbrückungshilfe II sind konkret festgelegte Umsatzrückgänge während der Pandemie:

    • Der Umsatz muss in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat eingebrochen sein
    • Oder in den Monaten April bis August 2020 im Durchschnitt
      um mindestens 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen sein.

    Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann folgendes erstattet werden:

    Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat Anteilige Erstattung in %
    Umsatzrückgang zwischen 30% und unter 50% 40% der Fixkosten
    Umsatzrückgang zwischen 50% und 70% 60% der Fixkosten
    Umsatzrückgang mehr als 70% 90% der Fixkosten

    Wie erfolgt die Beantragung?

    Beantragt werden kann die Überbrückungshilfe II ab sofort auf der dafür eingerichteten Plattform, zu finden mit >>klick hier<< 

    Aber beachte, die Antragstellung muss über einen prüfenden Dritten, also Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer, erfolgen. Entsprechend ist es auch sinnvoll gleich auf den Steuerberater des Vertrauens zuzugehen und alles Wichtige im Vorfeld mit diesem abzuklären. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden mit der Überbrückungshilfe zum gleichen Satz erstattet wie die anderen Fixkosten (siehe Tabelle oben), sofern die berechneten Kosten des Steuerberaters nicht übertrieben sind 

    Die Auszahlung ist dann Sache der Länder. Einen Überblick über die verantwortlichen Stellen für dein Bundesland findest du >> klick hier <<

    Viele weitere Fragen und tiefgründigere Informationen zum Thema werden auch an folgender Stelle beantwortet: >>klick hier<<

    Was ist ein fiktiver Unternehmerlohn ?

    Ein fiktiver Unternehmerlohn ist vereinfacht gesagt ein Konstrukt, welches richtigerweise annimmt, dass ein Unternehmer regelmäßig einen Betrag aus seinem Unternehmen zum Leben entnimmt, obwohl er selbst nicht sozialversicherungspflichtig in seinem Unternehmen angestellt ist, also kein festes Gehalt aus seinem Unternehmen bezieht. Es ist als eine Art Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten in Form eines Pauschalbetrages zu sehen. Auf die tatsächlichen Lebenshaltungskosten und Entnahmen kommt es nicht an. Die Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen erstatten unter bestimmten Umständen diesen fiktiven Unternehmerlohn als Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe. Welche Beträge man erwarten kann, zeigen wir im Folgenden:

    • Baden-Württemberg: Die Höhe des fiktiven Unternehmerlohns ist wie die Überbrückungshilfe selbst, abhängig vom Umsatzrückgang. Pro Fördermonat gibt es folgende Pauschalbeträge: 590 € bei einem Umsatzeinbruch zwischen 40 und unter 50% im Vergleich zum Vorjahresmonat, 830 € zwischen 50% und unter 70% und die vollen 1.180 € erst bei Umsatzeinbrüchen von über 70% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Weitere Infos dazu gibt es auf der Seite des Landesministeriums zu finden: >>mit klick hier<< 
    • Nordrhein-Westfalen: Das Landesprogramm von NRW heißt “Überbrückungshilfe Plus” hier erhalten Soloselbstständige monatlich 1.000 € für maximal drei Monate. Informationen des Landes NRW dazu findest du: >>mit klick hier<< 
    • Thüringen: Soloselbständige, die die Zugangsvoraussetzungen gemäß Richtlinie erfüllen und die Umsatzrückgänge für eine anteilige Fixkostenerstattung erreichen, erhalten zusätzlich einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten in Höhe von 1.180 Euro monatlich im Geltungszeitraum September bis Dezember 2020. Der Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten ist ausgeschlossen, wenn für den entsprechenden Monat Leistungen nach dem SGB II bewilligt worden sind.  Weitere Informationen des Landes Thüringen dazu findest du: >>mit klick hier<<

    Eine Übersicht über alle aktuellen Hilfen findest du auf der Seite des Bundesfinanzministeriums: >>mit klick hier<<

    KFW Schnellkredit auch für kleine Unternehmen

    Auch der KFW-Schnellkredit wird für Kleinstunternehmen, die weniger als 10 Mitarbeiter haben, geöffnet.  Alle wichtigen Informationen und Kondtionen zum neuen Schnell-Kredit findest du direkt auf der Seite der KFW: >>mit klick hier<<

    Die Höhe des Corona Schnellkredits ist vom Jahresumsatz des Vorjahres abhängig. Die Beantragung des Kredits erfolgt über die Hausbank und ist nur für Unternehmen möglich, die wirtschaftlich stabil sind/waren. Die schnelle Auszahlung ist dadurch gewährleistet, dass die sonst sehr aufwendige Kreditrisikoprüfung nicht stattfindet, weil der Bund 100% des Ausfallrisikos für die Bank übernimmt und die ausgebenden Banken von der Haftung freistellt.

    Eine Übersicht über alle aktuellen Hilfen findest du auf der Seite des Bundesfinanzministeriums: >>mit klick hier<<

    Mehrwertsteuer Senkung bis 31.12.2020

    MwSt. seit Juli 2020 MwSt. ab 01.01.2021
    16 % Regelsteuersatz 19 % Regelsteuersatz
    5 % ermäßigter Steuersatz 7 % ermäßigter Steuersatz

    Die Mehrwertsteuer / Umsatzsteuer ist bis Ende 2020 gesenkt worden. Wenn du die Kleinunternehmerregelung § 19 UStG beanspruchst, musst du keine Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer ausweisen und bist von der Regelung nicht betroffen. 

    Wenn du Mehrwertsteuer / Umsatzsteuer ausweist, musst du für alle erbrachten Leistungen zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 die geringeren Steuersätze (siehe Tabelle oben) ansetzen. Ob du deine Preise beibehältst und nur weniger Umsatzsteuer abführst oder ob du die Ersparnis an deine Kunden weitergibst, bleibt dir selbst überlassen. Nach dem 31.12.2020 gelten wieder die üblichen Steuersätze. 

    Maßgeblich für die Versteuerung ist übrigens nicht das Rechnungsdatum, sondern das Leistungsdatum. Wenn du also z.B. eine Behandlung im Juni 2020 durchgeführt hast und die Rechnung erst im Juli schreibst, so darfst du gesetzlich nicht die gesenkte Umsatzsteuer ausweisen. Andersherum, wenn du z.B. im Dezember 2020 eine Behandlung durchführst und erst im Januar 2021 die Rechnung schreibst, so kannst du noch die gesenkten Steuersätze ausweisen. 

    Die Leistungen von Gesundheitsberatern und Masseuren sind übrigens mit dem Regelsteuersatz, also 16 % bzw. 19 %, zu besteuern. Es gibt seit den letzten Urteilen kaum noch vertretbare Ausnahmen hiervon. Das gilt natürlich nicht, wenn du von der Umsatzsteuer befreit bist, wie z.B. in der Regel bei Heilpraktikern oder wenn du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG beanspruchst. Dann musst du keine Umsatzsteuer ausweisen.  

    Grundsätzliche Entschädigung bei Quarantäne

    Wenn dein Betrieb oder du aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne nicht mehr arbeiten kann, hast du vermutlich nach § 56 Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung. Hier wird eine Ausfallentschädigung gezahlt, die sich am letzten Jahresgewinn bemisst und auf zusätzlichen Antrag gibt es auch Ersatz für nicht gedeckte Betriebsausgaben. 
     
    Achtung: Der Antrag muss bei der zuständigen Behörde innerhalb von 3 Monaten eingereicht werden. Die Übersicht zu den Zuständigen Behörden findest du hier: Übersicht der bundeskassenärztlichen Vereinigung  Die Adressen des ggf. zuständigen Amtes, kannst du hier finden: Online-Tool des Robert-Koch-Institutes 
      
    Wer über seine Krankenversicherung Anspruch auf Krankengeld oder eine Krankentagegeldversicherung hat, kann bei einer längeren Krankheit eine Ärztin oder einen Arzt um Krankschreibung bitten. Je nach Vertrag zahlt dann die Versicherung einen Verdienstausfall. Je nach Vereinbarung nach einer mehr oder weniger langen Zeit. Gesetzlich Versicherte erhalten den erst nach sechs Wochen, es sei denn, du hast über einen Wahltarif eine frühere Zahlung vereinbart oder eine entsprechende Krankentagegeldversicherung abgeschlossen.
     
     

    Steuerliche Erleichterungen

    Der Bund hat neue und im Volumen unbegrenzte Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung von Unternehmen beschlossen, um Unternehmen und Beschäftigte in der aktuellen Situation zu unterstützen. Sie lassen sich grob in steuerliche Erleichterungen und Liquiditätshilfen unterteilen. Je nach wirtschaftlicher Situation, Größe und Bestandsdauer Ihres Unternehmens kommen dabei unterschiedliche Hilfsangebote in Frage. Nachfolgend finden Sie eine erste Grobübersicht über die in der letzten Woche beschlossenen Maßnahmen.

    Steuerliche Erleichterungen zur Liquiditätssicherung

    Um die Liquidität von Unternehmen, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geraten, zu verbessern, hat der Bund eine Reihe steuerlicher Erleichterungen in Milliardenhöhe beschlossen. Sie gelten grundsätzlich für alle Unternehmen, sind aber in besonderem Maße für Freiberufler und kleinere Betriebe relevant. Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen Möglichkeiten zur Stundung von Steuern, zur Anpassung von Steuervorauszahlungen, zum Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und zum Entgegenkommen der Finanzbehörden auf Unternehmen. Das Bundesministerium für Finanzen hat laut Bundesregierung hierfür bereits die erforderlichen Abstimmungen mit den Ländern eingeleitet. Konkret beschlossen wurden folgende steuerliche Erleichterungen:

    • Erleichterte Gewährung von Steuerstundungen
      Die Finanzbehörden können Unternehmen von nun an in größerem Umfang Stundungen von Steuerzahlungen gewähren, wenn der Steuereinzug für das Unternehmen eine besondere Härte bedeuten und schlimmstenfalls seine Existenz bedrohen würde. Die Finanzämter sind dazu angewiesen, hinsichtlich der Gewährung von Steuerstundungen keine strengen Anforderungen zu stellen. Ein wesentliches Instrument ist dabei das Verschieben des Zeitpunktes der Steuerzahlung, um so mehr Liquidität bei den Unternehmen zu erhalten.
    • Leichtere Anpassung Ihrer Steuervorauszahlung
      Die Finanzbehörden sind dazu angewiesen steuerpflichtigen Unternehmen die Anpassung ihrer Steuervorauszahlung zu vereinfachen, wenn absehbar ist, dass die Umsatz bzw. Gewinn durch die Corona-Krise im laufenden Jahr geringer ausfallen werden, als bislang angenommen. Ziel ist es auch hier, mehr Liquidität bei den Unternehmen zu erhalten, indem die Steuervorauszahlungen schnell und unkompliziert herabgesetzt werden. Hier gibt es das Antragsformular der Steuerbehörden .
    • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge
      Sollte dein Unternehmen unmittelbar vom Corona-Virus betroffen sein, verzichten die Finanzbehörden bis zum 31. Dezember 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen wie beispielsweise Kontopfändungen oder Säumniszuschläge. Dadurch soll vermieden werden, dass Unternehmen durch kurzfristig nicht leistbaren Steuereinzug zusätzlich Liquidität entzogen wird, die zum Überleben des Betriebs in der Krise notwendig ist.
    • Steuerentgegenkommen
      Zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen ist die Generalzolldirektion bei Steuern für die die Zollverwaltung unmittelbar zuständig ist (z.B. Energiesteuer oder Luftverkehrssteuer), angewiesen, den steuerpflichtigen Unternehmen im Sinne der Liquiditätssicherung entgegenzukommen. Gleiches gilt für Steuern, wie etwa Versicherungs- oder Umsatzsteuer, die der Zuständigkeit des Bundeszentralamtes unterliegen.

    Bitte erfrage die genauen Infos für dein Unternehmen bei deinem zuständigen Finanzamt. Bitte setze dich rechtzeitig mit dem Finanzamt in Verbindung und denke daran, dass einige Finanzämter für Besucherverkehr geschlossen sind.

    Versuche es am besten digital oder telefonisch und bringe viel Geduld mit.

    Mitarbeiter

    Du kannst für dein Unternehmen Kurzarbeitergeld beantragen, sofern du mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigst. Das Kurzarbeitergeld greift immer dann, wenn aufgrund von schwieriger wirtschaftlicher Entwicklung oder unvorhergesehenen Ereignissen – wie etwa dem Ausbruch des Corona-Virus – eine Verringerung der Arbeitszeit im Betrieb notwendig wird. Bei Kurzarbeitergeld werden 67 Prozent (Beschäftigte mit Kind) bzw. 60 Prozent (Beschäftigte ohne Kind) des pauschalisierten Nettolohns von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Dies gilt nicht für geringfügig Beschäftigte (450-Euro-Minijobber). Die Arbeitnehmer arbeiten in der Zeit wenig oder gar nicht. Um Kurzarbeitergeld beantragen zu können müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein, die die Bundesregierung aufgrund der Corona-Krise kurzfristig rückwirkend zum 1. März verändert hat.

    Diese Veränderungen sind:

    • Statt bisher 30 Prozent müssen künftig nur noch zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sein
    • Auf den Aufbau von negativen Arbeitszeitkonten wird teilweise oder ganz verzichtet
    • Leiharbeiter können künftig ebenso Kurzarbeitergeld erhalten
    • Die Sozialversicherungsbeiträge werden ebenso von der Agentur für Arbeit übernommen

    Weitere Infos findest du unter:

    Formulare zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes

     

    Bei allen Fragen zum Kurzarbeitergeld können Sie sich an Ihre Agentur für Arbeit vor Ort wenden oder an den Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit. Sie erreichen ihn von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr gebührenfrei unter 0800-4555 520.

    Sozialbeiträge senken

    Es ist sinnvoll und möglich die Beiträge in den aktuellen Situationen anzupassen. Was z.B. geht zeigen wir dir hier.

    Bei der Künstlersozialkasse geht die Meldung ziemlich schnell. Dazu gibt es aktuelle Hinweise der KSK in deren Newsbereich sowie ein Formular zur Beitragsänderung

    Gesetzliche Krankenkassen senken die Beiträge für freiwillig Versicherte ebenfalls, wenn ein entsprechender (kassenindividueller) Antrag gestellt wird, (wenn der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um mindestens ein Viertel eingebrochen ist). Üblicherweise wollen die Kassen als Nachweis einen aktuellen Vorauszahlungsbescheid des Finanzamts sehen, der natürlich erst einmal beantragt werden müsste. Ob einzelne Kassen diese Praxis bereits pauschal erleichtert haben, wissen wir nicht, jedoch räumen einige bereits heute eine dreimonatige Karenzzeit ein, in der der Beitrag erst einmal reduziert wird. 

    Pflichtversicherte, die an die Gesetzliche Rentenversicherung einen Beitrag nach tatsächlichem Einkommen zahlen, ist es ebenfalls gar nicht so einfach, den Beitrag schnell anzupassen: Dem steht § 165 SGB 6 (1a) entgegen, der den Nachweis verlangt, dass das Einkommen seit dem letzten Steuerbescheid um mehr als 30 Prozent gesunken ist. Und erst nach Vorliegen solcher Unterlagen wird der Beitrag (und das erst im Folgemonat) korrigiert. – Solche Hürden, die ja auch fallen können, sind natürlich kein Grund, keinen Antrag zu stellen.

    Dass der Gesetzgeber für private Kranken- und Rentenversicherungen Auflagen vorsehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Es bleibt dann den Versicherungsunternehmen frei, etwa die Stundung von Beiträgen, leichte und verlustfreie Vertragsänderungen oder den Kündigungsausschluss wegen ausstehender Beträge vorzusehen.

    Erleichterter Kreditzugang zur Liquiditätssicherung

    Neben steuerlichen Maßnahmen bietet der Bund seit vergangener Woche zusätzliche, vor allem aber leichter zugängliche Überbrückungskredite. Auch sie sollen beitragen, durch unverschuldete Umsatzrückgänge bedingte Liquiditätsengpässe abzufedern. Ziel ist, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre laufenden Kosten während der Krise weiter tragen zu können. Im Mittelpunkt der Kredithilfen des Bundes steht das Angebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Darüber hinaus gibt es erweiterte Möglichkeiten für Bürgschaften durch Ihre Hausbank sowie die Landesförderinstitute. Für Auslandsgeschäfte außerdem die bekannten Hermes-Bürgschaften.

    • Zugang zu günstigen KfW-Krediten
      Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet eine ganze Reihe leicht zugänglicher und kostengünstiger Kreditinstrumente. Die Instrumente unterscheiden sich im Wesentlichen danach, wie lange ein Unternehmen bereits am Markt ist. Im Einzelnen sind dies:
      • Für Unternehmen und Freiberufler, die noch keine fünf Jahre bestehen, bietet die KfW ihren “ERP-Gründerkredit Universell” an. Er beinhaltet eine Risikoübernahme in Höhe von bis zu 80 Prozent der Betriebsmittelkosten bis maximal 200 Millionen Euro Höhe.
      • Für Bestandsunternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind, bietet die KfW ihren “KfW-Unternehmerkredit” mit einer Risikoübernahme in Höhe von bis zu 80 Prozent der Betriebsmittelkosten bis maximal 200 Millionen Euro Höhe.
      •  
      • Für alle Unternehmen sollen zudem absehbar KfW-Sonderprogramme aufgelegt werden. Sie unterliegen aktuell noch dem Vorbehalt der Genehmigung durch die EU-Kommission. Geplant ist, dass die Risikoübernahmen für Investitionsmittel (Haftungsfreistellungen) verbessert werden. Sie betragen bei Investitionen dann künftig bis zu 90 Prozent. Bei Betriebsmitteln gelten künftig bis zu 80 Prozent. Zudem soll eine krisenadäquate Erhöhung der Risikotoleranz erfolgen, sodass die KfW-Sonderprogramme auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.

    Allgemeine Informationen erhalten Sie auch über die gebührenfreie Hotline der KfW unter: 0800-5399 001. Achtung! Die Beantragung eines KfW-Kredites erfolgt jedoch nur über Ihre Hausbank, an die Sie sich in diesen Fällen bitte wenden.

    Eine Übersicht und Hilfe bei Suche eines Finanzierungspartners bietet auch die KfW Website über diesen Link. 

    Landesförderinstitute
    Ergänzend zum ERP- und KfW-Angebot bieten auch die Landesförderinstitute zinsgünstige Betriebsmittelfinanzierungen an. Die Einzelheiten hierüber finden sich bei den jeweiligen Förderinstituten der Länder. Eine Übersicht mit Suchfunktion bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seiner Website.

    Grundsicherung für Selbstständige erhalten

    Ihr habt zwar Aufträge, doch euer Einkommen reicht einfach nicht zum Leben? Dann könnt ihr Grundsicherung beantragen – auch bekannt als Arbeitslosengeld II bzw. Hartz IV.

    Die Höhe wird individuell berechnet und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Ist aktuell kein oder nur sehr wenig Umsatz vorhanden (und gibt es keine nennenswerten Vermögenswerte), haben Selbstständige Anspruch auf aufstockende ALG-2-Leistungen, die das Existenzminimum sichern und ggfs. die Sozialversicherungskosten abdecken. Diese Leistung ist ja exakt gedacht für Menschen, die trotz Arbeit zu wenig Geld zum Leben haben. Das sind eben auch von (vorübergehenden) Auftragsflauten betroffene Selbstständige. – Wie diese Leistung grundsätzlich gestrickt ist, findet ihr im ‘Ratgeber-Selbstständige’-Detailtext zum ALG 2.

    Ob du bedürftig bist und wie die aktuellen zahlen dazu aussehen, kannst du hier einsehen: Übersicht zur Bedürftigkeit 

    Wichtig: Gezahlt wird das Arbeitslosengeld 2 maximal rückwirkend zum Anfang des laufenden Monats. Wer Probleme mit dem Fragebogen hat, noch nicht alle Unterlagen zusammen hat in der Warteschlange vor der Agentur nicht vorankommt, kann und sollte erst einmal einen formlosen Antrag stellen und den Fragebogen sowie die Unterlagen später nachreichen. 

    Wer noch einige Aufträge und Einkommen aber keine Rücklagen hat und nur deshalb unter die Grundsicherungsschwelle rutschen würde, weil auch noch Krankenversicherungskosten anfallen, kann einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung bekommen. Bezahlt wird dabei genau so viel, dass das restliche Einkommen exakt auf die Alg-2-Grenze rutscht. Positiv ist daran, dass mit dieser Zuschuss nicht als Alg 2 gilt und wer in bekommt nicht zur Aufnahme berufsfremder Arbeiten, Ein-Euro-Jobs, Berufsaufgabe etc. gezwungen werden kann. Dazu gibt es ein Merkblatt der Arbeitsagentur.

    Um den ALG-2-Bezug mit seinen problematischen Aspekten wie Papierkrieg, Vermögensanrechnung, Betriebskostenbeschränkung und Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt zu vermeiden, könnt ihr auch noch prüfen, ob ihr die Bedingungen für das Wohngeld erfüllt. Das ist eine kommunale Leistung, die ihr vor Ort beantragen müsst und sie hat einige Vorteile:

    • deutlich höhere Vermögensfreibeträge
    • etwas weniger Papierkrieg als beim ALG 2
    • Betriebsausgaben werden nicht vom Jobcenter auf Angemessenheit geprüft.
    • Es muss für keine Behörde, die dich “aktivieren” will, Verfügbarkeit gesichert werden.

     

    Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

    Falls ihr euch als Selbstständiger (in den ersten drei Monaten eurer Selbstständigkeit) gegen Arbeitslosigkeit bei der Agentur für Arbeit versichert habt, bekommt ihr nun selbstverständlich auch Arbeitslosengeld.

    Wichtig: Meldet ihr euch arbeitslos, dürft ihr abgesehen von einer Nebentätigkeit nicht arbeiten – selbst wenn wieder Aufträge vorhanden sind. Gibt es wieder etwas zu tun, müsst ihr die Arbeitslosigkeit beenden und bekommt somit auch kein Arbeitslosengeld mehr.

    Links zu den Informationen der einzelnen Landesförderinstitute

    Die Landesförderinstitute bieten zudem Förderprogramme und Bürgschaften während der Corona-Krise an – auch für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen. Hier findet ihr eine Übersicht der für euer Land zuständigen Banken, an die ihr euch wenden könnt:

    Außerdem gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Hotline für aktuelle und weitere Informationen 030/18615-1515

    1 Kommentar zu „2 – Corona Finanzen, Wirtschaft & Hilfe“

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