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Im Rahmen der aktuellen Lockdowns seit November 2020, hat der Staat weitere Förderungen und Wirtschaftshilfen beschlossen. Alle Infos dazu aktualisieren wir hier für dich: >> klick hier <<

1 – Corona Aktuelles & Allgemeine Infos

!!! Arbeiten in vielen Bundesländern wieder möglich, aber mit unterschiedlichen Einschränkungen und eben nicht überall. Genauere Infos weiter unten auf dieser Seite!!! 

Vorwort und Aktuelles zum Lockdown

Durch das Corona Virus ist eine außergewöhnliche Lage entstanden, die uns nun schon lange begleitet und trotzdem viele Fragen unbeantwortet lässt. Aus diesem Grund möchten wir, das Team von Natürlich Rückgrad e.V., gerne versuchen ein wenig Ordnung in das Chaos an gegensätzlichen und sich ständig ändernden Informationen zu bringen. Wir werden alle Informationen auf dieser Seite zusammentragen und möglichst aktuell halten. Diese Seite wird also in den nächsten Tagen laufend erweitert. Sofern das aktuell möglich ist, informieren wir hier gut recherchiert und mit dem notwendigen Hintergrundwissen, gleichzeitig weisen wir aber darauf hin, dass wir in der aktuellen dynamischen Lage und aufgrund unterschiedlicher Bestimmungen der einzelnen Bundesländer, Kreise und Städte, keine Gewähr dafür übernehmen können, dass alle Informationen auch bei euch genau so zutreffen. Wir weisen auch darauf hin, dass wir Informationen in der Regel erst dann veröffentlichen, wenn die entsprechenden Verordnungen rechtsgültig erlassen wurden. 

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Infos zum aktuellen Lockdown

Wie immer gibt es zwar eine gemeinsame Erklärung von Bund und Ländern, aber schließlich kein einheitliches Vorgehen. Aus diesem Grund erlässt wieder jedes Bundesland seine eigenen Einschränkungen und Regelungen. In den meisten Bundesländern dürfen körpernahe Dienstleistungen wie Massagen nun wieder ausgeführt werden, jedoch mit starken hygienischen Beschränkungen. Jedes Bundesland hat dabei seine eigenen Hygienevorschriften und Regelungen verfasst. Neben der Kontaktnachverfolgung und Einzelterminvergabe, die überall gelten wird, müssen in manchen Bundesländern spezielle Masken getragen werden oder tagesaktuelle Corona Schnelltests vorliegen. Andere öffnen nur in Landkreisen die bestimmte Inzidenzwerte unterschreiten und manche öffnen auch jetzt noch nicht für körpernahe Dienstleistungen. Außerdem haben die meisten Bundesländer eine Notbremse erlassen, die körpernahe Dienstleistungen wieder verbietet, sobald ein bestimmter Inzidenzwert erreicht ist.

Genauere Infos erhältst du weiter direkt bei deinem Bundesland!

Wenn in deinem Bundesland oder deinem Landkreis die körpernahen Dienstleistungen noch nicht erlaubt sind, dann raten wir weiterhin dazu, dass alle die keine Zulassung als Heilmittelerbringer haben (auch aufgrund erheblicher Rechtsunsicherheiten bei der Auslegung des Begriffs “medizinische Notwendigkeit”), zu folgendem Vorgehen:

  1. Verschiebe alle Termine und schließe alles aus dem Bereich körpernahe Dienstleistungen bis zum Ende des Lockdowns. 
  2. Falls noch nicht geschehen, beantrage ggf. Überbrückungshilfe bzw. Neustarthilfe. Infos dazu tragen wir >>hier<< zusammen.
  3. Nutze die freie Zeit für Dinge, die dich bewegen und voranbringen.
 

Beratung ist fast immer erlaubt!

In den meisten Bundesländern sind die körpernahen Dienstleistungen unter bestimmten hygienischen Voraussetzungen wieder erlaubt. Bitte schaue für genaue Infos weiter unten bei deinem Bundesland. Dies kann sich natürlich, je nach Inzidenz und Infektionslage, jederzeit auch regional ändern. Wenn körpernahe Dienstleistungen bei dir gerade nicht erlaubt sind, dann bleiben die Beratungen in aller Regel erlaubt. Allerdings meistens nur, wenn diese in Einzelsitzungen (1 zu 1) und ohne Körperkontakt stattfinden. Dies kann gegebenenfalls in einem sogenannten Corona-Hotspot, durch andere lokale Gebote/Erlasse oder durch besondere Bestimmungen der Ausgangssperre beschränkt (so aktuell in Bayer) sein. Bitte informiert euch daher zur Sicherheit bei euren Gesundheits- oder Ordnungsbehörden vor Ort. Am besten kommuniziert ihr per E-Mail, damit ihr einen Nachweis über Aussagen von Gesundheits- oder Ordnungsbehörden habt. Wenn ihr in eurem Gebiet gerade nicht körpernah arbeiten dürft aber weiter beratend tätig sein wollt, dann solltet ihr in jedem Fall  mit einem separaten Schild an der Eingangstür darauf hinweisen, dass ausschließlich Beratungen in Einzelsitzungen aber keine Behandlungen im Körperkontakt stattfinden. Ihr könnt also z.B. folgendes Anbieten:

  • Beratungsdienstleistungen (Ernährungsberatung, Gesundheitsberatung, etc.), wenn Abstand von 1,5 Metern gewahrt bleiben kann und die jeweiligen, erhöhten hygienischen Anforderungen erfüllt werden.
  • Coachings, wenn Abstand von 1,5 Metern gewahrt bleiben kann und die jeweiligen, erhöhten hygienischen Anforderungen erfüllt werden 
  • Das Zeigen von Selbsthilfeübungen, wenn Abstand von 1,5 Metern gewahrt bleiben kann und die jeweiligen, erhöhten hygienischen Anforderungen erfüllt werden

 Zu den Wirtschaftsförderungen tragen wir die Infos  hier zusammen. >> klick hier <<

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir alle Informationen sorgfältig prüfen, aber aufgrund der undurchsichtigen und sich ständig ändernden Situation und weil jedes Land und jede Region einen eigenen Interpretationsspielraum bei der Umsetzung hat, keine Gewähr dafür übernehmen können, dass unsere Einschätzungen überall zutreffend sind und dass wir immer alle aktuellen Informationen haben. Bitte gebt uns Bescheid, wenn ihr etwas Aktuelleres seht und informiert euch im Zweifel auch immer beim örtlichen Gesundheitsamt.

Die Regelungen je Bundesland

Allgemeines

Der Bund-Länder-Beschluss vom 22. März 2021 hat für uns nach den jeweiligen Landesverordnungen keine grundlgenden Änderungen in Bezug auf das Öffnen gebracht. Allerdings haben manche Bundesländer die Auflagen präzisiert.

Es bleibt also beim den folgenden Themen bzw. Fragestellungen, die uns zentral betreffen:

  • Darf grundsätzlich (weiterhin) geöffnet werden?
  • Wenn ja, unter welchen Auflagen?
  • Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Auflagen

Bei den Auflagen ist zwischen allgemeinen Auflagen und spezifischen für körpernahe Dienstleistungen zu unterscheiden. Zu den allgemeinen Auflagen gehören beispielsweise:

  • Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern
  • möglichst wenig Kontakt der Beschäftigten untereinander
  • Maskenpflicht (Kundschaft und Dienstleister)
  • Desinfektionsspender bzw. Waschgelegenheiten am Ein- und Ausgang
  • regelmäßiges Lüften
  • regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen (häufige Berührung durch verschiedene Personen)
  • Vorhaltung von Handwaschmitteln und nicht wiederverwendbarer Papierhandtüchern
  • Regelung der Besucherströme (Terminvereinbarung)

Die spezifischen Auflagen beziehen sich auf folgende Themen und werden in der nachfolgenden Übersicht pro Bundesland näher erläutert:

  • Unmöglichkeit der Einhaltung des Mindestabstands
  • Testpflicht für Dienstleister
  • Dokumentation / Rückverfolgung
  • Erstellung eines Hygiene- / Sicherheitskonzeptes

Über das weitere Vorgehen werden Bund und Länder am 12. April 2021 beraten.

Baden-Württemberg

Aktuelle Verordnung

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) in der ab 29. März 2021 gültigen Fassung)

Diese Verordnung gilt vom 29. März bis einschließlich 18. April 2021.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Körpernahe Dienstleistungen bleiben weiterhin geöffnet. In der CoronaVO des Landes werden folgende Dienstleister explizit genannt:

  • Kosmetikstudios
  • Massagestudios
  • Nagelstudios
  • Tattoo- und Piercingstudios
  • Barbershops
  • Friseurbetriebe

Welche spezifischen Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Für die Öffnung Deines Betriebes ist ein Hygienekonzept erforderlich.

In Baden-Württemberg müssen medizinische Masken (OP-Maske, FFP2-Maske) von Dienstleister und Kunden während dies gesamten Aufenthaltes sowie für die Dauer der Dienstleistung getragen werden.

Ist dies bei der Dienstleistung nicht möglich, müssen Kunden einen tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest vorlegen. Für den Dienstleister ist ein Testkonzept erforderlich.

Die Erfassung von Daten zur Kontaktverfolgung ist verpflichtend:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer (soweit vorhanden)
  • Datum und Zeitraum der Anwesenheit

Wird die Angabe dieser Daten verweigert, darf der Kunde die Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Körpernahe Dienstleister, die nicht medizinisch notwendig sind, sollen schließen, wenn in einem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen höher als 100 ist.

Nützliche und weiterführende Links

Corona-Verordnung

Die für Dich relevanten Paragraphen sind:

  • § 14 Abs. 1 Ziffer 6 Körpernahe Dienstleistungen
  • § 4 Hygieneanforderungen
  • § 5 Hygienekonzept
  • § 6 Datenverarbeitung
  • § 20 Abs. 5 “Notbremse”

Allgemeine Coronainformationsseite Baden-Württemberg

Maßnahmen zu Pandemiebekämpfung in Baden-Württemberg ab 29. März

Was aktuell gilt

Beispiel / Muster für ein Hygienekonzept

Bayern

Aktuelle Verordnung

12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) vom 5. März 2021

Die Verordnung ist vom 8. März bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich geöffnet werden?

Körpernahe Dienstleistungen wie Massagepraxen oder Tattoo-Studios bleiben weiterhin geschlossen. Ausgenommen unter Auflagen sind

  • Friseure sowie
  • Dienstleistungen im hygienisch oder pflegerisch erforderlichen Umfang (nichtmedizinische Fuß-, Nagel- und Gesichtspflege)

Nützliche und weiterführende Links

12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Die relevante Bestimmung findest Du in § 12 Abs. 2.

Allgemeine Corona-Informationsseite Bayern

Corona-FAQ-Seite Bayern

Empfehlungen zum Infektionsschutz

Berlin

Aktuelle Verordnung

Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 27. März 2021

Die Verordnung ist bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Körpernahe Dienstleistungen dürfen in Berlin grundsätzlich geöffnet bleiben. Massagepraxen und Kosmetikstudios werden explizit in der Verordnung genannt.

Welche spezifischen Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Zu den Auflagen gehört eine vorherige Terminvereinbarung oder eine elektronische Kontaktnachverfolgung. Die Dienstleistung darf nur von Kunden in Anspruch genommen werden, wenn Sie einen negativen Test, der nicht älter als 24 Stunden ist, vorweisen können. Die Testung kann auch vor Ort unter Aufsicht durchgeführt werden.

Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske. Diese entfällt für Kunden, für Dauer der Dienstleistungen, wenn dabei die Maske nicht dauerhaft getragen werden kann.

Für Mitarbeiter mit Kundenkontakt besteht die Pflicht, sich zweimal pro Woche testen zu lassen. Selbständige müssen sich einmal pro Woche testen lassen.

Im Rahmen der Anwesenheitsdokumentation müssen folgende Daten erfasst werden:

  • Vor- und Familienname
  • Telefonnummer
  • Bezirk oder Gemeinde des Wohnortes (bei digitalen Anwendungen nicht notwendig)
  • vollständige Anschrift
  • E-Mail-Adresse (soweit vorhanden)
  • Anwesenheitszeit
  • Durchführung der Tests bei Testung vor Ort (kann bei digitalen Anwendungen entfallen)

Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Monate.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Berlin verzichtet momentan auf Notbremse-Regelungen, setzt jedoch auf eine verstärkte Testpflicht. (Stand: 31. März 2021)

Weiterführende und nützliche Links

Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 27. März 2021

Die für Dich relevanten Paragraphen sind:

  • § 18 Dienstleistungen
  • § 4 Abs. 4 Ziffer 5 (Wegfall der Maskenpflicht für Kunden)
  • § 5 Anwesenheitsdokumentation
  • § 6b Negativtest

Allgemeine Corona-Informationsseite Berlin

Corona-FAQ-Seite Berlin

Hygienekonzept (Muster)

Brandenburg

Aktuelle Verordnung

Siebte Verordnung über befristete Eindämmungsmaßnahmen aufgrund des SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 im Land Brandenburg (Siebte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – 7. SARS-CoV-2-EindV) vom 6. März 2021, geändert durch Verordnung vom 30. März 2021.

Die Verordnung ist am 08. März 2021 in Kraft getreten und gültig bis einschließlich 18. April 2021.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

In Brandenburg sind alle körpernahen Dienstleistungen unter Auflagen weiterhin erlaubt.

Welche Auflagen sind mit dem Betrieb verbunden?

Es muss ein individuelles Hygienekonzept erstellt werden.

In Brandenburg müssen Dienstleister und Kunden eine medizinische Maske (OP-Maske) tragen. Lässt die Behandlung das Tragen der Maske vom Kunden nicht zu, herrscht die Pflicht zur Vorlage eines tagesaktuellen bestätigten negativen COVID-19-Tests.

Dienstleister müssen sicherstellen, dass sie an einem Tag pro Woche einen Schnell- oder Selbsttest absolvieren können.

Von den Kunden müssen folgende Daten zur Kontaktnachverfolgung erfasst und vier Wochen aufbewahrt werden:

  • Vor- und Familienname
  • Datum und Zeitraum der Anwesenheit
  • Testnachweis und Testergebnis (Aufbewahrungsfrist zwei Wochen)

Die Datenerfassung kann auch elektronisch, beispielsweise mit einer speziellen App (Luca-App), erfolgen.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Seit dem 22. März gibt es in Brandenburg Notbremse-Regelungen für Landkreise und kreisfreie Städte ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei hintereinanderliegen Tagen. Die Schließung von körpernahen Dienstleistungen in den Schutzmaßnahmen der Landesverordnung nicht genannt. Jedoch können Landkreise und kreisfreie Städte strengere Maßnahmen treffen.

Nützliche und weiterführende Links

7. Eindämmungsverordnung in der Fassung vom 19. März 2021

Der für Dich relevante Paragraph sind:

  • § 9 Körpernahe Dienstleistungen
  • § 3 Abs. 4 Testangebote
  • § 26 Notbremse

Allgemeine Corona-Informationsseite Brandenburg

Corona-Informationsportal Brandenburg

Fragen und Antworten findest Du beim Koordinierungszentrum Krisenmanagement in Brandenburg

FAQs für Unternehmer, Solo-Unternehmer und Freiberufler

Mustervorlage für ein Schutz- und Hygienekonzept mit Beispielen

Bremen

Aktuelle Verordnung

Vierundzwanzigste Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Vierundzwanzigste Coronaverordnung) vom 25. März 2021

Diese Verordnung ist vom 27. März bis einschließlich 19. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Betriebe aus dem Bereich der nicht medizinischen Körperpflege dürfen unter strengen Auflagen weiterhin öffnen. Explizit genannt werden:

  • Kosmetik
  • Massagen
  • Tätowierung
  • Nagelpflege

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die die Ansteckungsgefahr der Kundschaft vermindern. Ergänzend zu diesen Maßnahmen soll ab dem 1. April 2021 ein Testkonzept für Kunden vorgesehen werden.

Das Tragen einer Maske (OP-Maske, FFP2-Maske) ist verpflichtend.

Ein Schutz- und Hygienekonzept muss erstellt werden. Außerdem müssen Kontaktdaten der Kunden wie folgt erfasst werden:

  • Name
  • Telefonnummer oder E-Mail-Adresse
  • Zeitpunkt des Betretens und Verlassens

Die Aufbewahrungspflicht beträgt vier Wochen.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Notbremse-Regelungen werden auf kommunaler Ebene erlassen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sieht die Landes-Verordnung keine Schließung Deines Betriebes vor.

Nützliche und weiterführende Links

Vierundzwanzigste Coronaverordnung

Die relevanten Informationen findest Du in den Paragraphen

  • § 6 (Dienstleistung und Handwerk)
  • § 8 (Namensliste zur Kontaktverfolgung)

Allgemeine Corona-Informationsseite Bremen

Corona-FAQ-Seite Bremen

Ein Musterkonzept für körpernahe Dienstleistungen konnten bislang nicht recherchiert werden.

Hamburg

Aktuelle Verordnung

Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg (Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO) in der Fassung vom 26. März 2021

Diese Verordnung ist vom 29. März bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

In Hamburg dürfen Dienstleistungen mit Körperkontakt geöffnet bleiben. Als Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege werden in der Landesverordnung explizit

  • Kosmetikstudios,
  • Massagesalons,
  • Tattoo-Studios und
  • Zweiter Stichpunkt

genannt.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Die Dienstleister sind verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erstellen. In dieses ist ein betriebliches Testkonzept aufzunehmen, dass eine wöchentliche Testung (Schnelltest, PR-Test) des Dienstleisters vorsieht. Testungen und Ergebnisse müssen in einem Testlogbuch elektronisch oder schriftlich dokumentiert werden. Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Wochen.

Anwesende Personen müssen eine medizinische Maske (OP-Maske) tragen. Kann der Kunde die Maske bei der Durchführung der Dienstleistung nicht tragen, muss ein negativer Coronatest vorgelegt werden. Ein PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Schnelltests eines Leistungserbringers dürfen nicht älter als 12 Stunden sein. Schnelltests vor Ort sind möglich und müssen unmittelbar vor dem Betreten oder vor Inanspruchnahme der Dienstleistung unter Aufsicht durchgeführt werden.

Im Sinne der Nachverfolgbarkeit müssen von den Kunden folgende Daten erhoben werden:

  • Name
  • Wohnanschrift
  • Telefonnummer
  • Datum und Uhrzeit der Eintragung
  • Erbringung des Testnachweise des Kunden

Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Wochen.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Die Bestimmungen der aktuell gültigen Verordnung sind die “Notbremse”.

Nützliche und weiterführende Links

Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Die für Dich relevanten Paragraphen sind:

  • § 14 (Dienstleistungen mit Körperkontakt)
  • § 5 (Allgemeine Hygienevorgaben)
  • § 6 (Schutzkonzept)
  • § 7 (Kontaktdatenerhebung)
  • § 8 und § 10a (medizinische Maske)
  • § 10h (Corona-Testnachweis)
  • § 10e (betriebliches Testkonzept)

Allgemeine Corona-Informationsseite Hamburg

Anforderungen an Schutzkonzepte

Corona-FAQ-Seiten von Hamburg sind derzeit (Stand: 31. März 2021) nicht auf dem aktuellen Stand.

Hessen

Aktuelle Verordnung

Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) vom 26. November 2020 in der Fassung vom 29. März 2021

Die Verordnung ist bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

In Hessen ist das Öffnen von Dienstleistungsbetrieben im Bereich der Körperpflege unter Auflagen weiterhin erlaubt.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Während des Aufenthaltes muss eine medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske ohne Ausatemventil) getragen werden.

Ist das Tragen der Maske bei der Inanspruchnahme der Dienstleistung nicht möglich, muss ein Testkonzept für den Dienstleister bestehen. Für die Kundschaft gilt, dass sie einen tagesaktuellen SARS-CoV-2-Schnelltest vorlegen sollen oder einen Selbsttest vor Ort machen sollen.

Ein geeignetes Hygienekonzept ist in den Hygieneregeln für körpernahe Dienstleistungen vorgesehen. Dieses ist nach den Hygiene-Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zu gestalten.

Zur Kontaktnachverfolgung müssen folgende Daten der Kunden erfasst werden:

  • Name
  • Anschrift
  • Telefonnummer

Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt werden. Neben bzw. statt dieser “Zettelwirtschaft” soll in den nächsten Wochen die Luca-App als zentrale Lösung zur digitalen Nachverfolgung eingeführt werden.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Die sog. Notbremse hat die hessische Landesregierung mit der Verordnung von 24. März umgesetzt. Des Weiteren sind die unteren Gesundheitsbehörden (als örtlich zuständige Behörden) befugt, Maßnahmen anzuordnen, die über jene der Landes-Verordnung hinausgehen. Dieser Fall liegt vor, wenn der Inzidenzwert je 100.000 Einwohner in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt innerhalb von sieben Tagen deutlich höher als der Landesdurchschnitt ist.

Das Eskalationskonzept sieht folgende Stufen vor:

  • < 20: Routinebetrieb
  • ab 25: erhöhte Aufmerkskeit
  • ab 35: erweiterte Maßnahmen
  • ab 50: konsequentes Bschränkungskonzept (u. a. Mobilitätsbeschränkungen)
  • ab 200: zusätzliche Maßnahmen (u. a. Ausgangssperren)

Nützliche und weiterführende Links

Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung

Die für Dich relevanten Paragraphen sind:

  • § 1a Abs. 1 Ziffer 4 (Mund-Nasen-Schutz)
  • § 6 (Dienstleistungen)

Auslegungshinweise zur Verordnung vom 29. März 2021

In den Auslegungshinweisen wird explizit von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) gesprochen.

Corona in Hessen (allgemeine Corona-Informationsseite)

Eskalationskonzept Hessen

Corona-FAQ-Seite von der hessischen Landesregierung zu den aktuellen Corona-Regelungen plus weiterführende Informationen

Übersicht der Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte mit Kontaktdaten

Hygieneregeln für körpernahe Dienstleistungen

Informationen zu Arbeitsschutz und Hygienekonzept

Mecklenburg-Vorpommern

Aktuelle Verordnung

Corona-Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommern (Corona-LVO M-V) vom 28. November 2020 in der Fassung vom 29. März 2021.

Diese Verordnung ist vom 29. März bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Öffnung von Dienstleistungsbetrieben im Bereich der Körperpflege weiterhin unter Auflagen erlaubt. Explizit werden

  • Kosmetikstudios,
  • Massagepraxen,
  • Nagelstudios,
  • Sonnenstudios,
  • Tattoo-Studios und
  • Friseure

genannt.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Erstellung eins Erstellen eines Hygiene- / Sicherheitskonzeptes verpflichtend.

Für Deine Kundschaft besteht Maskenpflicht in Form einer medizinischen Maske (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske. Ab dem 31. März 2021 ist für Nutzung von körpernahen Dienstleistungen ein negativer Test (COVID-19-Schnell- oder Selbsttest) erforderlich. Das Testergebnis muss tagesaktuelle, also nicht älter als 24 Stunden sein.

Außerdem muss ein Testkonzept für die Dienstleistenden vorliegen.

Anwesende Personen (Kunden) musst Du in einer Anwesenheitsliste erfassen. Folgende Angaben gelten als Mindeststandard:

  • Familien- und Vorname
  • vollständige Anschrift
  • Telefonnummer
  • Datum und Uhrzeit der Behandlung

Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Wochen.

Verweigert ein Kunde die Angaben dieser Daten, darfst Du die Dienstleistung nicht ausführen.

Neben der schriftlichen Erfassung der Kundendaten wird der Einsatz der Luca-App zur digitalen Nachverfolgung empfohlen.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

In Mecklenburg-Vorpommern müssen verschiedene körpernahe Dienstleistungen schließen, wenn im Landkreis / in der kreisfreien Stadt, die 7-Tages-Inzidenz von 150 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. Offen bleiben können jedoch beispielsweise Kosmetikstudios. Je nach Infektionslage können die Landkreise bzw. die kreisfreien Städte weitergehende Schließungen anordnen.

Regionale Lockerungen, die vor dem 29. März angeordnet worden sind, dürfen längstens bis 5. April 2021 aufrecht bleiben.

Nützliche und weiterführende Links

Corona-Verordnung

Die relevanten Paragraphen sind:

  • § 2 Abs. 3
  • Anlage 3 zu § 2 Abs.3 (Auflagen)
  • § 13 Abs. 3

Testen – Impfen – Schützen: Gemeinsame Erklärung der Landesregierung, der Landrätin und Landräte und Oberbürgermeister, des Städteund Gemeindetages, des Landkreistages, des DGB-Nord, der Vereinigung der Unternehmensverbände, der Handwerks- und Industrie- und Handelskammern und der Liga der Wohlfahrtsverbände Mecklenburg-Vorpommern, am 26. und 27. März 2021

Unter 2. findest Du die Angabe zur Testerfordernis.

Corona-Informationsseite Mecklenburg-Vorpommern

FAQs Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie

Beispiel / Muster für das Hygienekonzept (Zusammenfassung der Auflagen)

Niedersachsen

Aktuelle Verordnung

Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung)

Die aktuelle niedersächsische Corona-Verordnung ist am 29. März 2021 in Kraft getreten. Sie ist bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Körpernahe Dienstleistungen sind in Niedersachsen weiterhin erlaubt.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Es muss ein Hygienekonzept erstellt werden.

In allen Räumen herrscht für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske.

Ist das Tragen der medizinischen Maske (OP-Maske) nicht möglich, muss zuvor ein Test gemacht werden, wobei

  • ein PCR-Test nicht älter als 24 Stunden und
  • ein PoC-Antigen-Test zur patientennahen Durchführung nicht älter als 12 Stunden

sein darf und das Ergebnis bestätigt sein muss. Selbsttests, die zu Hause durchgeführt worden sind, besitzen keine Gültigkeit. Sie müssen

  • vor dem Betreten der Dienstleistungseinrichtung
  • in Anwesenheit einer Person des Betriebs

durchgeführt werden. Zudem ist vorgesehen, dass der Betrieb eine Testung vor Ort ermöglicht.

Dienstleistende Personen müssen sich mindestens einmal pro Woche auf Corona-Virus SARS-CoV-2 testen lassen.

Kontaktdaten der Kunden müssen wie folgt dokumentiert werden:

  • Familienname
  • Vorname
  • vollständige Anschrift
  • Telefonnummer
  • Erhebungsdatum und Erhebungsuhrzeit (vereinbarter Termin)

Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt werden. Diese Verpflichtung entfällt, wenn die Nutzung einer Software vorliegt, die

  • Kontaktdaten
  • Erhebungsdatum und -uhrzeit
  • Aufenthaltsdauer

erfasst. Die Daten müssen vier Wochen gespeichert werden.

Verweigert der Kunde die Angabe der erforderlichen Daten sowie deren Weitergabe an das Gesundheitsamt, darf die Dienstleistung nicht durchgeführt werden.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Weitergehende Anordnungen können die örtlich zuständigen Behörden treffen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen 100 überschreitet (Hochinzidenzkommune).

Nützliche und weiterführende Links

Niedersächsische Corona-Verordnung

Die relevanten Paragraphen sind:

  • § 3 Mund-Nasen-Bedeckung
  • § 4 Hygienekonzept
  • § 5 Datenerhebung und Dokumentation
  • § 5a Testung
  • § 10 Abs. 1 c Betriebsbeschränkungen und Betriebsverbote (Testung)
  • § 18 Weitergehende Anordnungen (“Notbremse-Regelungen”)

Fragen und Antworten zu Handel / Gastronomie / Dienstleistungen (Stichwort: körpernahe Dienstleistungen

Häufige Fragen zum Alltag in Niedersachsen (Stichwort: körpernahe Dienstleistungen)

Häufig gestellte Fragen von Unternehmen (Stichwort: körpernahe Dienstleistungen, körpernahe Dienstleister)

Allgemeine Corona-Informationsseite Niedersachsen

Ein Muster-Hygienekonzept konnte nicht recherchiert werden.

Nordrhein-Westfalen

Aktuelle Verordnung

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) vom 5. März 2021 in der ab dem 29. März 2021 gültigen Fassung

Die Verordnung ist bis einschließlich 18. April 2021 gültig.

Die Verfügung von strengeren Maßnahmen in einzelnen Landkreisen oder kreisfreien Städten ist per Allgemeinverfügung möglich.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Körpernahe Dienstleistungen, die medizinisch nicht notwendig sind, sind unter Auflagen weiterhin möglich. Als Dienstleistungen, bei welchen der Mindesabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, nennt die Verordnung explizit:

  • Massage
  • Kosmetik
  • Tätowieren
  • Piercen
  • Maniküre
  • Nagelstudios
  • Fußpflege
  • Gesichtsbehandlung
  • Friseurleistungen

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

  • Maskenpflicht für Dienstleister und Kundschaft (medizinische Gesichtsmaske – OP-Maske, FFP2-Maske ohne Ausatemventil)
  • Sicherstellung der einfachen Rückverfolgbarkeit (Name, Adresse, Telefonnummer, Zeitraum des Aufenthalts, Aufbewahrungspflicht von vier Wochen); eine digitale Datenerfassung ist möglich (Löschung der Daten nach vier Wochen)
  • Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen der Coronaschutzverordnung (§ 4) und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) des Bundes

Eine Testpflicht besteht, wenn die Kundschaft bei der Durchführung der Dienstleistung keine Maske tragen kann. Erlaubte Tests sind:

  • Corona-Schnelltests (nicht älter als 24 Stunden, Bestätigung in schriftlicher oder digitaler Form von der Teststelle erforderlich)
  • bis zum 1. April 2021: Corona-Selbsttests vor Ort unter Aufsicht des Dienstleisters

Zudem muss der Dienstleister während der Durchführung eine FFP2-Maske tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Der Dienstleister muss sich alle zwei Tage testen lassen. Bis einschließlich 31. März können Selbsttests durchgeführt werden. Die Aufbewahrungspflicht der Ergebnisse beträgt eine Woche.

Kontaktdaten der Kunden müssen erfasst und dokumentiert werden.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Die Notbremse greift in NRW ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen. In diesem Fall ist die Erbringung von körpernahen Dienstleistungen untersagt. Ausgenommen sind medizinisch notwendige Leistungen, Leistungen der nicht medizinischen Fußpflege sowie Friseurdienstleistungen.

Diese Einschränkungen können jedoch von den Kreisen und kreisfreien Städten von bestimmten Voraussetzungen abhängig gemacht werden. So kann beispielsweise die Nutzung aufgrund von Tests ermöglicht werden.

Nützliche und weiterführende Links

Coronaschutzverordnung

  • §§ 2 bis 4a (Auflagen)
  • § 12 Handwerk, Dienstleistungsgewerbe, Heilberufe, insbesondere Abs. 2 (Testung)
  • § 16 Corona-Notbremse

Corona-Informationsseite NRW

Corona-Regeln in NRW (Antworten auf FAQs)

  • “FFP2-Maske tragen”
  • “Tests”
  • “Handwerk, Wirtschaft und Veranstaltungen”

Infektionsschutz- und besondere Arbeitsschutzmaßnahmen für körpernahe Dienstleistungen nach § 12 Coronaschutzverordnung (Hygienekonzept)

Rheinland-Pfalz

Aktuelle Verordnung

Achtzehnte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (18. CoBeLVO) vom 20. März 2021

Die Verordnung ist vom 22. März bis einschließlich 11. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Neben körpernahen Dienstleistungen aus medizinischen und hygienischen Gründen sind in Rheinland-Pfalz auch Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege weiterhin erlaubt. Explizit werden in der Verordnung

  • Kosmetikstudios,
  • Massagestudios,
  • Nagelstudios,
  • Tattoostudios und
  • Piercingstudios

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Dienstleister und Kundschaft müssen eine medizinische Maske (OP-Maske) oder eine FFP2-Maske tragen (verschärfte Maskenpflicht). Kann die Maske während der Dienstleistung nicht getragen werden, besteht für Kunden Testpflicht. Die Bescheinigung über einen negativen COVID-19-Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein. Alternativ kann beim Dienstleister ein Selbsttest gemacht werden. Für das Personal muss ein Testkonzept vorliegen.

Des Weiteren besteht die Pflicht zur Kontakterfassung unter der Angaben von:

  • Name
  • Vorname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • Datum und Uhrzeit der Anwesenheit

Werden die Angaben verweigert, darfst Du diese Person nicht behandeln.

Das Erstellen eines Hygiene- / Sicherheitskonzeptes für körpernahe Dienstleitungen ist in der Verordnung nicht explizit erwähnt.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Notbremse-Regelungen bestehen auf Eben der Landkreise und der kreisfreien Städte. Deine Tätigkeit wird verboten, wenn 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 gestiegen ist.

Nützliche und weiterführende Links

18. Corona-Bekämpfungsverordnung

Die für Dich relevanten Paragraphen sind:

  • § 6 Abs. 3 (“Öffnung unter Auflagen”)
  • § 1 Abs. 1 (Datenerfassung)

Anlage 3 zu § 23 Abs. 4 der 18. Corona-Bekämpfungsverordnung (Notbremse)

Übersicht mit Links zu aktuellen Allgemeinverfügungen der Kreise und der kreisfreien Städte

Allgemeine Corona-informationsseite Rheinland-Pfalz

Corona-Regeln im Überblick

Hinweise für ein Hygienekonzept

Saarland

Aktuelle Verordnung

Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 25. März 2021

Diese Verordnung ist bis einschließlich 5. April 2021 gültig.

Ab dem 6. April gilt eine neue Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Körpernahe Dienstleistungen dürfen im Saarland grundsätzlich weiterhin öffnen.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Für die Öffnung ist ein bereichsspezifisches Hygienekonzept erforderlich.

Im Saarland herrscht für Kundschaft und Dienstleister Maskenpflicht (OP-Masken oder FFP2-Masken). Können Kunden bei der Durchführung der Dienstleistung keine Maske tragen, dürfen sie nur behandelt werden, wenn sie einen negativen SARS-Cov-2-Schnell- oder Selbsttest vorlegen können.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Übersteigt die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 200 dürfen sich Einwohner der betroffenen Region nicht weiter als 15 Kilometern von ihrer Wohnanschrift entfernen.

Nützliche und weiterführende Links

Corona-Verordnung bis einschließlich 5. April

Die relevanten Paragraphen sind:

  • § 7 Abs. 3 (Testpflicht)
  • § 2 Abs. 2 Ziffer 6 (Mund-Nasen-Schutz)
  • § 5 Abs. 3 (Hygienekonzept)

Corona-Verordnung ab 6. April 2021

Die relevanten Paragraphen sind:

  • § 2 Abs. 2 (OP-Maske und FFP2-Maske), Ziffer 5 (Mund-Nasen-Schutz allgemein)
  • § 5 Abs. 3 (Hygienekonzept)
  • § 7 Abs. 3 (Testpflicht)

Allgemeine Corona-Informationsseite Saarland

Die Corona-FAQ-Seite des Saarlandes zu aktuellen Corona-Maßnahmen ist nicht aktuell, sondern vom 19. März 2021.

Hygienerahmenkonzept zum Downloaden

Sachsen

Aktuelle Verordnung

Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 (Sächsische Corona-Schutz-Verordnung – SächsCoronaSchVO) vom 29. März 2021

Diese Verordnung gilt vom 1. bis einschließlich 18. April 2021.

Darf grundsätzlich geöffnet werden?

In Sachsen ist die Öffnung und der Betrieb von körpernahen Dienstleistungen untersagt. Ausgenommen sind Betriebe in den Bereichen:

  • medizinisch notwendige Behandlungen
  • Friseurbetriebe
  • Fußpflege

Öffnungen aufgrund der 7-Tage-Inzidenz

Kommunale Behörden können, wenn

  • die 7-Tages-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen
  • unter 100 liegt

die Öffnung weiterer körpernaher Dienstleistungen zulassen. Steigt die 7-Tage-Inzindenz wieder an, müssen diese Dienstleister schließen. Dies gilt auch, wenn in sächsischen Krankenhäusern die Anzahl von 1.300 der belegten Betten durch Covid-19-Erkrankte auf der Normalstation überschritten wird.

Kommt es zu einer Öffnung aufgrund der 7-Tage-Inzidenz, sind folgende spezifische Auflagen zu beachten:

  • Dienstleister müssen sich zweimal pro Woche testen lassen.
  • Erstellung eines Hygienekonzeptes, welches eine Testung zweimal pro Woche vorsieht.
  • Maßnahmen im Hygienekonzept nennen, die eine Ansammlung von Kunden vermeiden (gestaffelte Zeitfenster)
  • Kunden benötigen für die Inanspruchnahme der Dienstleistung einen tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnell- oder Selbsttest.
  • Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske)
  • Kann der Mindestabstand von 1,5 Metern bei der Ausführung der Dienstleistung nicht eingehalten werden, muss mindestens Einer eine medizinischen Maske (OP-Maske, z.B.: Masseurin / Masseur) tragen.

Nützliche und weiterführende Links

Sächsische Corona-Schutz-Verordnung in der Fassung vom 29 März 2021

Die spezifische Paragraphen sind:

  • § 4 Abs. 2 Ziffer 23 (Öffnungs- und Betribesverbot)
  • § 8 Abs. 1 Ziffer 5 (Kommunale Maßnahmen bei Unterschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 100)
  • § 5 Abs. 4a und 4b (Testungen, Hygienekonzept)

Allgemeine Corona-Informationsseite Sachsen

FAQ-Seite zu den Bekanntmachungen

Hygienekonzept

Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-
Krankheit-2019 (COVID-19) Allgemeinverfügung

Für das Hygienekonzept ist II. Besondere Regelungen / 4. Hygieneregeln für zulässige Dienstleistungsbetriebe im Bereich der körpernahmen Dienstleistung von Bedeutung.

Kosmetikbetriebe und Nagelstudios

Sachsen-Anhalt

Aktuelle Verordnung

11. Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt vom 25. März 2021 (Elfte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – 11. SARS-CoV-2-EindV)

Die Verordnung ist vom 29. März bis einschließlich 18. April 2021gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Öffnung von Dienstleistungsbetrieben im Bereich der Körperpflege ist unter Auflagen weiterhin zulässig. Als Beispiele für diese Dienstleistungen werden explizit genannt:

  • Kosmetikstudios
  • Nagelstudios
  • Massagepraxen
  • Fußpflegepraxen
  • Piercing- und Tattoo-Studios
  • Friseursalons

Zudem schließt Sachsen-Anhalt auch die mobilen Angebote dieser Dienstleistungen ein.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

Als Auflagen werden neben der Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln genannt:

  • Erstellung eines Hygienekonzeptes nach den aktuellen Hygiene-Empfehlungen
  • Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP-Maske)
  • ein Anwesenheitsnachweis ist zu führen (Dokumentation)

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Die Notbremse beginnt in Sachsen-Anhalt bei der einer kumulativen 7-Tages-Inzidenz von 35. Wird dieser Wert erreicht, sind die Landkreise und kreisfreien Städte ermächtigt, weitergehende Einschränkungen zu erlassen. Daher solltest Du Dich über ein Öffnungsverbot bei den zuständigen lokalen Behörden informieren.

Nach der 11. Eindämmungsverordnung (Landesverordnung) sind körpernahe Dienstleistungen von der Notbremse als solche nicht berührt.

Nützliche und weiterführende Links

11. Eindämmungsverordnung

Die spezifischen Paragraphen sind:

  • § 7 Abs. 5 Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege
  • § 13 “Notbremse”

Maskenpflicht

Allgemeine Corona-Informationsseite Sachsen-Anhalt

Fragen und Antworten zum Corona-Virus

Aktuelle Muster für ein spezifisches Hygienekonzept konnten nicht recherchiert werden.

Schleswig-Holstein

Aktuelle Verordnung

Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 verkündet am 26. März 2021

Die Verordnung ist vom 29. März bis einschließlich 11. April 2021 gültig.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

Dienstleistungen mit Körperkontakt sind in Schleswig-Holstein weiterhin erlaubt.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

In Schleswig-Holstein ist die Erstellung eines Hygienekonzeptes erforderlich.

Für Dienstleister und Kunden ist das Tragen einer qualifiziertes Mund-Nasen-Schutzes (medizinische Maske, OP-Maske, oder FFP2-Maske) verpflichtend. Die Erbringung der Dienstleistung – wenn die Maske dabei nicht getragen werden kann – ist nur erlaubt, wenn

  • der Dienstleister eine FFP2-Maske und ein Gesichtsvisier oder eine Schutzbrille trägt,
  • der Kunde ein negatives Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen kann,
  • ein schriftliches Testkonzept für den Dienstleister vorliegt und umgesetzt wird.

Außerdem müssen die folgenden Kontaktdaten von den Kunden erfasst werden:

  • Erhebungsdatum und -uhrzeit
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer oder E-Mailadresse (wenn vorhanden)

Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Wochen.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Strengere Maßnahmen können von den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten verfügt werden. Die Beratungen dazu finden immer am Mittwoch statt. In der Regel treten die neuen Regeln am darauffolgenden Montag in Kraft.

Aktuell (Stand 31. März 2021) sind wir in folgenden Regionen betroffen:

  • Stadt Flensburg (ab 1. April): Testpflicht für Kunden
  • Kreis Pinneberg (ab 1. April): Testpflicht für Kunden

Nützliche und weiterführende Links

Corona-Verordnung

Die spezifischen Paragraphen sind:

  • § 9 (Dienstleistungen)
  • § 2a (Mund-Nasen-Bedeckung)
  • § 4 (Hygienekonzept und Datenerfassung)

Allgemeine Coronainformationsseite Schleswig-Holstein

Corona-FAQ-Seite für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen

Übersicht der Regelungen in Kreisen und kreisfreien Städten

Empfehlungen Hygienekonzept

Thüringen

Aktuelle Verordnung

Thüringer Verordnung zur Regelung infektionsschutzrechtlicher Maßnahmen und schrittweisen weiteren Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung-ThürSARS-CoV-2-IfS-MaßnVO-) vom 31. März 2021

Die Verordnung ist vom 1. bis einschließlich 24. April 2021 gültig.

Des Weiteren können die Kommunen in Thüringen weitergehende Verfügungen erlassen. Deshalb solltest Du im Internet regelmäßig über die Bestimmungen in Deiner Stadt bzw. Deinem Landkreis informieren. So hat beispielsweise Erfurt am 17. März 2021 verfügt, dass bei körpernahen Dienstleistungen von Kunden und Dienstleister das Tragen einer FFP2-Maske (oder einer vergleichbaren Maske) sowie das Tragen einer Schutzbrille bei gesichtsnahen Tätigkeiten Pflicht ist.

Darf grundsätzlich weiterhin geöffnet werden?

In Thüringen dürfen körpernahe Dienstleistungen unter Auflagen geöffnet bleiben. Explizit werden in der Verordnung

  • Massagestudios,
  • Kosmetikstudios,
  • Tätowier- und Piercingstudios,
  • Nagelstudios,
  • Friseurbetriebe und
  • Solarien

genannt.

Welche Auflagen sind mit der Öffnung verbunden?

  • Erstellung eines Infektionsschutzkonzeptes
  • Das Tragen einer qualifizierten Gesichtsmaske (OP-Maske, FFP2-Maske)

Für die Gewährleistung der Kontaktnachverfolgung sind

  • Name und Vorname,
  • Wohnanschrift oder Telefonnummer und
  • Datum, Beginn und Ende der Anwesenheit des Kunden

zu erfassen. Die Aufbewahrungsfrist beträgt vier Wochen.

Für die Inanspruchnahme der Dienstleistung gelten für Kunden folgende Regeln:

  • Tragen einer qualifizierten Gesichtsmaske (OP-Masken, FFP2, N95, P2, DS2, CPA, KN95, KF ohne Ausatmenventil
  • Ist dies nicht möglich, müssen Kunden einen negativen Test nach den Bestimmungen vorlegen. Eine Selbsttestung unter Aufsicht ist möglich.

Gibt es “Notbremse”-Regelungen?

Ab einer 7-Tage-Indzidenz von 50 müssen weitere Schutzmaßnahmen getroffen werden. Die Einzelheiten werden an das Infektionsgeschehen angepasst.

Weiterführende und nützliche Links

Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung

Die spezifischen Paragraphen, die Dich betreffen sind:

  • § 23 Körpernahe Dienstleistungen
  • § 5 Infektionsschutzkonzept
  • § 3 Abs. 4 Kontaktnachverfolgung
  • § 10 Selbsttest
  • § 36 “Notbremse”

Hinweise zur Testpflicht

Allgemeine Corona-Informationsseite Thüringen

Corona-FAQ-Seite Thüringen

Branchenregelung für das Kosmetikhandwerk und die Fußpflege

Dort findest Du einen Link zu den Branchenregelungen (PDF). Außerdem gibt es dort genaue Angaben zu den Anforderungen an das Infektionsschutzkonzept. Die Mindestanforderungen sind in § 5 Abs. der Landesverordnung aufgelistet.

Was sind gestiegene hygienische Anforderungen?

Die nachfolgenden Informationen sind grundsätzlichen Dinge, die beim Arbeiten in der aktuellen Corona-Lage beachtet werden sollen. Bitte beachtet, dass das Arbeiten grundsätzlich nur unter stark erhöhten hygienischen Standards bzw. mit entsprechenden Hygiene-Konzepten möglich ist. Sofern dein Land nicht eigene Hygienekonzepte vorsieht, kann man sich in der Regel an den BGW-Standards für Praxen der Physiotherapie und medizinischen Masse orientieren. Diese und weitere Informationen könnt ihr unter folgendem Link Hygiene-Vorschriften für Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, medizinische Massage  einsehen. Klick hier

Falls du gesichtsnahe Dienstleistungen anbietest, solltest du auch die Vorgaben aus den Branchenregelungen für Kosmetiker und Fußpfleger anschauen, zu finden >>mit klick hier <<

Meldung Gesundheitsamt

Sollte in deinem Betrieb oder dessen Umfeld, ein Fall von Corona auftreten, muss umgehend das zuständige Gesundheitsamt informiert werden, welches dann vor Ort entsprechende Maßnahmen veranlasst.

Die typischen Hygienestandards

Das Bereitstellen von Desinfektion für Klienten und Mitarbeiter vor und nach der Behandlung und die Desinfektion und Reinigung der Geräte und Liegen vor und nach jeder Behandlung und natürlich die Einhaltung der Handhygiene und der Hustenetikette (Husten oder Niesen in die Ellenbeuge oder ein Einmaltaschentuch, NICHT in die Hände). Zur Desinfektion müssen Mittel bereitgestellt werden, mit der Kennzeichnung “begrenzt viruzid” oder besser “begrenzt viruzid +” oder “viruzid”

Hinweise zur Handhygiene

Die Handhygiene muss sowohl vom Behander als auch vom Klienten vor UND nach jeder Behandlung durchgeführt werden!

Desinfektionsmittel hat je nach Zusammensetzung eine andere Einwirkzeit und muss entsprechend genutzt. Der Hinweis wie ein Desinfektionsmittel zu nutzen ist, sollte auf dem jeweiligen Desinfektionsmittel stehen.

Wenn kein Desinfektionsmittel zur Verfügung steht, kann in aller Regel auch Seife genutzt werden. Für das waschen sollten Flüssigseife und Einmalhandtücher bereitstehen.

Seife die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denke auch an die Fingernägel. 

Eine gründliche Handwäsche dauert zwischen 20 und 30 Sekunden. Besser länger als kürzer. Seife ist nämlich ähnlich wirksam gegen Viren und Bakterien wie Desinfektkionsmittel, aber um diesen Effekt entfalten zu können, braucht die Seife eine gewisse Zeit zum Einwirken und der Vorgang sollte möglichst durch gründliches Einseifen und Schrubben der Hände mechanisch unterstützt werden.

Allerdings kann ein regelmäßiges Händewaschen mit Seife die Haut stark austrocknen. Deswegen ist es ratsam die Hände auch regelmäßig einzucremen und/oder auf ein wenigstens als “begrenz viruzid” gekennzeichnetes Desinfektionsmittel zurückzugreifen. 

Befrage alle Personen

vor den Anwendungen (am besten schon vorher telefonisch) nach dem vorgegebenen Schema des Robert-Koch-Instituts:

  1. Hat die Person grippeähnliche Symptome (z.B. Fieber, Husten, infektbedingte Atemnot)?
  2. Hatte die Person innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem nachweislich Coronavirus-Erkrankten?

Wurde Frage 1 mit JA beantwortet UND Frage 2 wurde mit Ja beantwortet, bitten die Person sich in häusliche Quarantäne zu begeben und informiere das örtliche Gesundheitsamt. Findet das Gespräch persönlich statt, sollten außerdem beide Personen umgehend entsprechende Atemschutzmasken anlegen und das Gesundheitsamt informiert werden.

Wurden die Frage 1 mit NEIN beantwortet aber die Frage 2. mit JA, bitte die Person sich in häusliche Quarantäne zu begeben und sich telefonisch mit dem Hausarzt und/oder der unabhängigen Patientenberatung in Verbindung zu setzten:  0800/ 011 77 22 .

Werden die Fragen mit NEIN beantwortet, kann die Anwendung stattfinden.

Umgang mit Risikogruppen

Zusätzlich sind Maßnahmen für den Umgang mit Risikogruppen zu ergreifen

  • Aufklärung über Risiken (sofern möglich bereits vorher telefonisch) und unbedingt Einholung einer Einverständniserklärung vor Behandlungsbeginn, sonst Termin verschieben.
  • Arbeiten mit Handschuhen und Mundschutz, verschieben falls nicht vorhanden
  • Bei der Arbeit mit bekannten Risikogruppen besonders kleinlich auf die Hygieneanforderungen achten und ggf. einen separaten Raum dafür bereithalten.

Die erweiterten hygienischen Anforderungen

können z.B. wie folgt umgesetzt werden:

  • Wenn du einen Wartebereich hast, strukturiere deine Termine möglichst so, dass nur eine Person im Wartebereich sitzt und sorge für genügend Abstand.
  • Nach jedem Termin, alle Kontaktflächen wie Türklinken, Wasserhähne und Geräte reinigen und desinfizieren.
  • Eine regelmäßige und großzügige Belüftung der Räume sicherstellten. (am besten alle 30 Minuten für 5 Minuten)
  • Nur Personen behandeln, die gesund sind und keinerlei Erkältungs- oder Grippesymptome zeigen. Dies bei Terminvereinbarung und vor Ort abfragen.
  • Arbeiten mit Handschuhen und Mundschutz, sofern verfügbar und wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann. Bei Arbeiten in Gesichtsnähe eine Maske der Klasse FFP 2 benutzen.
  • Bei der Arbeit mit bekannten Risikogruppen besonders auf die Hygieneanforderungen achten und ggf. einen separaten Raum dafür bereithalten

Wer gehört zur Riskogruppe

  • ältere Personen (ab 50 Jahre), rund 87% der Verstorbenen waren 70 Jahre oder älter (Altersmedian: 82 Jahre)
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. Bluthochdruck, KHK)
  • Personen mit chronischen Lungenerkrankungen (z.B. COPD)
  • Personen mit chronischen Lebererkrankungen
  • Personen mit Diabetes mellitus
  • Personen mit Krebserkrankungen
  • Personen mit Schwächungen des Immunsystems (z.B. in Folge von Erkrankungen oder Medikamentengabe)

Aktuell nicht abschließend geklärt ist, ob Raucher zur Risikogruppe gehören. Nach aktuellen Untersuchungen sind Raucher aufgrund des Nikotins eventuell sogar weniger betroffen. Dies ist aber nicht abschließend geklärt.

Allgemeine Hinweise

  • Vermeide Körperkontakt (Händeschütteln, Umarmung, etc) und fasse Türklinken, Mischbatterien und Therapiegeräte so selten wie möglich an. Öffne Türen wenn möglich mit dem Ellenbogen.
  • Halte außerhalb der Anwendungen, z.B. bei Vor- und Nachbesprechungen, möglichst 1,5 – 2 Meter Abstand, in jedem Falle bei niesenden oder hustenden Personen.
  • Halte die Hände vom Gesicht fern – vermeide es nach Möglichkeit, mit deinen Händen den Mund, die Augen oder die Nase zu berühren.
Nutze auch die Grafiken der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum ausdrucken und aushängen für Mitarbeiter und Klienten. Diese findest du hier.
 
Beachtet auch die Informationen der BGW, welche ihr unter folgendem Link Hygiene-Vorschriften für Logopädie, Ergo- und Physiotherapie, medizinische Massage  einsehen könnt. Klick hier
Inhaltsverzeichnis
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    Wirtschaftliche Auswirkungen

    und welche unterstützenden Möglichkeiten gibt es?

    Corona Virus - kurz & knapp

    Das Coronavirus selbst wird als SARS-CoV2 bezeichnet und führt teilweise zu einer neuartigen Lungenerkrankung welche als Covid-19 bezeichnet wird. Erstmals wurde das Virus in China im Dezember 2019 festgestellt.

    SARS- und MERS-Viren sind genetisch eng mit dem Coronavirus verwandt. Daher sind Ansteckungsgefahr, Entstehung und Entwicklung einer Krankheit ähnlich wie bei diesen bereits bekannten Viren.

    Aktuell wird von einer Übetragung durch Tröpfchen- und Schmierinfektion ausgegangen.

    Das Corona-Virus gehört zur Risikogruppe 3 und ist damit nach § 7 des Infenktionsschutzgesetzes meldepflichtig bei eindeutiger Feststellung.

    Die Zeit, die zwischen Infektion mit dem Corona-Virus und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht (Inkubationszeit) wird mit 1 – 14 Tagen angegeben (teilweise auch bis 24 Tage). 

    Typische Symptome sind:

    • Fieber
    • trockener Husten
    • Schnupfen
    • Atemprobleme
    • Kopf- und Gliederschmerzen
    • Übelkeit und Durchfall (vereinzelt)

    Oftmals verläuft die Infektion jedoch ganz ohne oder nur mit sehr leichten Symptomen, was es schwieriger macht eine Infektion ohne Test sicher festzustellen. 

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